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Bewerbung: Die idealen Arbeitszeugnis Formulierungen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:54
Künftigen Arbeitgebern einen aussagekräftigen Eindruck vermitteln.

Wer auf der Suche nach einem neuen Job ist, der sollte sich von seinem alten Arbeitgeber rechtzeitig ein Arbeitszeugnis ausstellen lassen.
In Deutschland werden Arbeitszeugnisse in „einfache“ und „qualifizierte“ unterteilt.

Während das einfache Arbeitszeugnis lediglich neutrale Informationen zur Person enthält, zu denen unter anderem Name und Beschäftigungszeitraum gehören, dient das qualifizierte Arbeitszeugnis dazu, künftigen Arbeitgebern einen aussagekräftigen Eindruck von persönlichen Fähigkeiten und Kenntnissen zu vermitteln.

  • In diesem Dokument werden die folgenden drei Punkte benannt und beschrieben: Arbeitsaufgaben, Arbeitsleistung und das persönliche Verhalten.
  • Im Detail umfasst ein qualifiziertes Arbeitszeugnis die verrichteten Aufgaben, die der Arbeitsnehmer vorgenommen hat. Dazu zählen Tätigkeitsbeschreibungen und Sonderleistungen. Ebenfalls wird der Einsatz am Arbeitsplatz bewertet. Dazu zählt einerseits das kollegiale Verhalten den anderen Mitarbeitern gegenüber sowie das generelle Auftreten, welches Freundlichkeit und Zuverlässigkeit beinhaltet.
  • So entsteht in diesem Arbeitszeugnis letztendlich eine bewertende Zusammenfassung, die sich über die komplette Dauer der Beschäftigung zieht.

Die Formulierungen in einem Arbeitszeugnis

  1. Auch wenn es gesetzlich geregelt ist, dass ein Arbeitszeugnis wohlwollend formuliert sein muss und keine negativen Aussagen enthalten darf, so hat sich trotzdem ein Bewertungscode eingeschlichen. 
  2. Durch diesen können bestimmte Aussagen und Sätze in Schulnoten umgewandelt werden. 
  3. Es ist ratsam diese symbolischen Sätze deuten zu können, da der Trick im Detail steckt. So sind Formulierungen auf den ersten Blick mit einem positiven Hintergrund behaftet.
  4. Kennt man jedoch die tatsächliche Bedeutung eines Satzes, so wird aus einem scheinbar guten Arbeitszeugnis eines, welches dem beruflichen Weiterkommen wenig dienlich ist.
  5. Wer also „Stets zur vollsten Zufriedenheit“ gearbeitet hat, der kann sich glücklich schätzen. Eine bessere Bewertung gibt es nicht. 
  6. Auch wer „stets zur vollen Zufriedenheit“ gearbeitet hat, der kann sich noch glücklich schätzen, auch wenn diese Aussage schon weniger positiv wirkt, als die erste. 
  7. Anschließend folgen die Aussagen, welche immer negativer belastet sind „volle Zufriedenheit“ (dies wäre mit einem befriedigend gleich zu setzen), „Zufriedenheit“ und „hat sich bemüht“ (gleich bedeutsam, wie die Schulnote Ungenügend).
  8. Gleiches Vorgehen lässt sich auf Formulierungen zu den Erwartungen übertragen. „Hat im Großen und Ganzen unsere Erwartungen erfüllt“ gehört zu den Formulierungen, welche auf keinen Fall in einem Arbeitszeugnis stehen sollten.

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