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Alles über Ebola: Entstehung und Krankheitsverlauf

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:38
Ebola ist eine Viruserkrankung, die aufgrund der eher geringen medizinischen Möglichkeiten, meist tödlich endet.
Die ersten Krankheitsfälle traten Mitte der 1970er Jahre in Zentralafrika auf, und lösten eine Welle von Angstzuständen aus. Von Mensch zu Mensch übertragbar lässt sich der Ebola-Virus kaum eindämmen und wird direkt mittels Körperflüssigkeiten übertragen. Der Blut Herd zählt zu den meist gefürchteten Übertragungswegen, wobei sich der Virus aber auch über den Speichel oder das Sperma verbreitet.

Als Inkubationszeit werden 2 bis 21 Tage angesehen, so dass sich der Zeitraum von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung nur schwer nachverfolgen lässt. Erste Anzeichen liegen im sog. hämorrhagischen Fieber und werden von typischen Erkältungssymptomen begleitet. In schwerwiegenden Fällen kommen dann noch innere und äußere Blutungen hinzu, die in 50 bis 80 Prozent der Fälle tödlich enden. 


Bitte beachten

  • Ursprung: Zentral- und Westafrika
  • Inkubationszeit: 2 bis 21 Tage
  • 50 bis 80 Prozent der infizierten Fälle enden tödlich
  • Übertragung von Mensch zu Mensch
  • Übertragungswege: Blut, Speichel, Sperma
  • Heilungschancen: keine
  • Symptome: Fieber, Muskel- / Kopf- / Halsschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag, innere und äußere Blutungen, Organversagen 

Übertragungswege des Erregers

Der Ebola-Virus wird grundsätzlich nur über Körperflüssigkeiten (Blut, Speichel, Sperma) übertragen und geht dabei direkt von Mensch zu Mensch über. Deshalb ist gerade das medizinische Personal so stark gefährdet, da diese einen sehr engen Kontakt zum Erkrankten haben müssen. Als weitere Infektionswege gelten der sexuelle Kontakt, sowie spezielle Begräbniszeremonien, in denen ein Körperkontakt zum Toten möglich ist.

Der Ebola-Virus einer infizierten Person ist bis über den Tod hinaus hochgradig ansteckend, so dass eine anschließende Infizierung immer noch möglich ist. Wissenschaftler verfolgen zum Beispiel die These, dass Flughunde als natürliches Reservoir der Viren gelten und speziell Affen und Nagetiere als Zwischenträger zu bezeichnen sind.

Die ersten Symptome

Zwischen 2 und 21 Tagen nach der Infektion kommen die ersten Symptome zum Vorschein. Beginnend mit Fieber über 38,5 Grad Celsius, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Muskelschmerzen werden im weiteren Krankheitsverlauf noch Magenkrämpfe, Durchfall und Übelkeit hinzukommen. Schwer kontrollierbar und behandelbar sind hingegen anschließende Gerinnungsstörungen im Körper.

Innere Blutungen im Magen-Darm-Trakt oder äußere Blutungen bei den Schleimhäuten im Auge / Mund / Genitalbereich sind die Folge. Ab dem 5. Krankheitstag können Hautausschläge, Lähmungen oder Psychosen hinzukommen. Auch das Versagen von Organen (Niere, Leber) ist bei einer Ebola Erkrankung keine Seltenheit.

Behandlungsmöglichkeiten / Therapie

Obwohl der Ebola-Virus nachweislich schon seit 1970 existiert, so konnte bis heute kein wirksamer Impfstoff dagegen entwickelt werden. Zahlreiche Testversuche laufen und werden aufgrund der Ebola-Epidemie 2014 auch vorzeitig am Menschen ausprobiert.

In den Startlöchern steht ein Impfstoff als vorbeugende Maßnahme sowie ein Medikament, dass die Heilungschancen erhöhen sollen. Doch ob die Therapieansätze tatsächlich Linderung versprechen, ist bislang noch unklar, zumal Heilungsansätze noch nicht nachweislich festgestellt wurden. 

Vorbeugende Maßnahmen

Eine vorbeugende Maßnahme gegen den Ebola-Virus gibt es bislang nicht, obwohl schon zahlreiche Testläufe an Tieren durchgeführt wurden. Deshalb kann man den Kontakt zum Erreger nur weitestgehend meiden, indem speziell das medizinische Personal mit einer Schutzkleidung ausgestattet ist.

Dazu zählt die Atemmaske, Handschuhe und Schutzbrille oder vergleichsweise ein Ganzkörperschutzanzug. Verstorbene Patienten müssen umgehend und unter Einhaltung von Sicherheitskriterien beigesetzt werden, damit es zu keiner nachträglichen Ansteckung durch Körperflüssigkeiten kommt.

 

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