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Allgemeine Regeln der Papstwahl? – Die wichtigsten Fakten

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:16
Es kommt sehr selten vor, dass ein Papst während seiner Amtszeit...

Es kommt sehr selten vor, dass ein Papst während seiner Amtszeit von seinem Posten als Oberhaupt der katholischen Kirche zurücktreten möchte. Üblicherweise wird der Pontifex Maximus auf Lebenszeit gewählt. Mit der Sedisvakanz beginnt das Konklave, in welchen die Regeln der Papstwahl genauestens eingehalten werden.

Papstwahl

  • Die Regeln der Papstwahl besagen, dass jeder römisch-katholische Junggeselle zum Papst gewählt werden könne, im Allgemeinen wählen die Kardinale jedoch den Nachfolger generell aus den eigenen Reihen. Seit dem Jahr 1975 sind maximal 120 Kardinäle zum Konklave zugelassen.
  • Wahlberechtigt sind alle Kardinäle, die zu Beginn der Sedisvakanz noch keine 80 Jahre alt sind. 
  • Die Wahl unterliegt einer strikten Geheimhaltung, deren Einhaltung die Kardinäle zu Beginn des Konklaves beeiden. Dabei sind sie strikt von der Außenwelt abgeschirmt. 
  • Die Teilnahme ist verpflichtend, es sei denn, es liegen schwerwiegende Gründe oder eine Krankheit vor. Erscheint ein Kardinal nicht zum festgelegten Termin, wird ihm im Nachhinein kein Zutritt zum Konklave gewährt. 
  • Es handelt sich hierbei um eine schriftliche Wahl, bei der die Kardinäle den Namen des jeweiligen Favoriten auf einen vorbereiteten Zettel schreiben. Ein Wahlgang ist nur gültig, wenn die ausgezählten Stimmen der drei Wahlhelfer mit den abgegebenen Stimmzetteln übereinstimmen.
  • In der Reihenfolge der Rangordnung werfen die Kardinäle ihre Stimmzettel in die Urne, die nach dem Einwurf verschlossen und geschüttelt wird. 
  • Gemäß den Regeln der Papstwahl werden nach jedem Wahlgang die Stimmzettel verbrannt. Erfolglose Wahlergebnisse werden mit schwarzem Rauch nach außen hin verkündet. Wurde ein Papst aus den Kardinalsreihen bestimmt, dann steigt weißer Rauch auf und es werden zeitgleich die Glocken des Petersdoms geläutet. 
  • Mit der Ernennung neuer Kardinäle kann ein neu gewählter Papst indirekt seine Nachfolge bestimmen, denn es ist ihm nicht gestattet, dass er diesen selbst ernennt. 
  • Da es nur dem amtierenden Papst gestattet ist, die Regeln der Papstwahl neu zu bestimmen, unterliegen diese den Traditionen der vergangenen Jahrhunderte. So wurden die Ausnahmewahlverfahren durch Akklamation und durch einen kleinen Kreis delegierte Kardinäle abgeschafft. 
  • Zudem wurde der ehemalige Abschließungsbereich von der Sixtinischen Kapelle auf den gesamten Vatikan ausgeweitet. Seither übernachten die wählenden Kardinäle nicht mehr in notdürftig eingerichteten Schlafzellen, sondern im Gästehaus des Vatikans.

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