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Als was wurde das Tacheles einst gebaut?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:02
Das sogenannte Tacheles ist ein Kunst- bzw. Veranstaltungszentrum in der Hauptstadt Berlin.

Das sogenannte Tacheles ist ein Kunst- bzw. Veranstaltungszentrum in der deutschen Hauptstadt Berlin. Es befindet sich in einem vor dem Abreiss geretteten Gebäudeteiles eines alten Kaufhauses. Näheres über die Geschichte des Tacheles erfährst Du in diesem Artikel.

  1. Das Kunsthaus Tacheles war früher eine Einkaufspassage.
  2. Das Kaufhaus wurde in der Zeit von 1907 bis 1908 gebaut und zunächst im Jahr 1908 als Gemeinschaftsprojekt einer Gruppe von Einzelhändlern eröffnet. Diese Händlergruppe bildete eine Aktiengesellschaft.
  3. Die Läden waren räumlich nicht vollständig voneinander getrennt und hatten einen gemeinsamen Kassenbereich. Das Konzept ging aber nicht auf, so dass die Gruppe bereits nach nur einem halben Jahr Konkurs anmelden musste. 
  4. Danach übernahm Wolf Wertheim das Kaufhaus und eröffnete es 1909 erneut unter dem Namen Friedrichstraßenpassage. Diese Name leitete sich daraus ab, dass das Gebäude von der Friedrichstraße bis zur Oranienburger Straße in Berlin reichte.
  5. Dieser Kaufhauskomplex war damals die zweitgrößte Einkaufspassage von Berlin.
  6. Als Friedrichstraßenpassage konnte sich das Kaufhaus bis 1914 halten, wurde aber noch vor Beginn des ersten Weltkrieges zwangsversteigert.
  7. Danach wurde das Gebäude auf sehr unterschiedliche Art und Weise genutzt. Ein Kunsthaus ist es erst seit 1990, nachdem die Künstlerinititive Tacheles das Haus besetzt hat. Die Konflikte um das Kunsthaus Tacheles reißen seitdem nicht ab.

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