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Alternative Energiegewinnung zur Verbrennung fossiler Energieträger?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:52
Ein Hauptfaktor der menschlich geschaffenen Klimaerwärmung sind freigesetzte Treibhausgase.

Ein Hauptfaktor der menschlich geschaffenen Klimaerwärmung ist das von den Menschen freigesetzte Treibhausgas CO2, das weiß heutzutage fast jedes Kind. Der größte Teil dieser von Menschenhand geschaffenen CO2-Emissionen entsteht bei der Verbrennung fossiler Energieträger, wodurch der absolute Großteil der von Menschen genutzten Energie gewonnen wird.

Schon länger ist es das oberste Ziel im Kampf gegen den Klimawandel, die CO2 Emissionen massiv einzuschränken, um den Treibhauseffekt aufzuhalten. Doch wie soll das funktionieren, wenn die Verbrennung fossiler Energieträger und der damit verbundene CO2-Ausstoß von so essentieller Bedeutung für die Industrie und auch unser aller tägliches Leben sind? Welche Alternativen gibt es in der Energiegewinnung, um umweltfreundlicher und nachhaltig Energie zu gewinnen?

Bitte beachten

  • Zunächst einmal gibt es eine ganze Reihe an Möglichkeiten Energie zu gewinnen, ohne dabei wertvolle Ressourcen zu verschwenden und unser Klima möglicherweise irreparabel zu schädigen. 
  • Um jedoch nicht den Rahmen zu sprengen, lassen wir Formen der Energiegewinnung, die in Zentraleuropa beispielsweise aufgrund der geografischen Gegebenheiten sinnlos sind, oder deren Entwicklung noch nicht abgeschlossen oder sogar fraglich ist, wie es beispielsweise bei der Kaltfusion oder ähnlichen Technologien der Fall ist, außen vor.

Alternative Energiegewinnung in Deutschland

  1. Den mit Abstand größten Teil der in Deutschland ohne die Verbrennung fossiler Rohstoffe gewonnenen Energie geht aus der Verbrennung von Biomasse und Biogas hervor, was zwar den großen Nachteil hat, eine Menge Schadstoffe freizusetzen, jedoch immerhin wertvolle Rohstoffe spart und dabei in Deutschland mit einer stark ausgeprägten, modernen Landwirtschaft auf perfekte Bedingungen stößt.
  2. Anschließend folgt die besonders in Norddeutschland massiv ausgebaute und geförderte Windenergie, welche keinerlei Ressourcen benötigt und in der Energiegewinnung selbst CO2-neutral ist, was sie zu einer hochinteressanten Alternative macht. 
  3. Ganz ähnlich verhält es sich mit Wasserkraft, welche jedoch logischerweise nur an vergleichsweise wenigen Orten sinnvoll genutzt werden kann, was zu Folge hat, das in Deutschland nahezu das gesamte Potential dieses Energiezweiges ausgeschöpft ist und er kaum noch nennenswert ausgebaut werden kann. 
  4. Im Gegensatz dazu wird der Windenergie gerade im Bereich offshore, also vor der Küste gelegene Windräder, ein riesiges Ausbaupotential zugesprochen, wodurch sie bestenfalls mittelfristig einen Großteil der Energieversorgung sicherstellen könnte.
  5. Im Vergleich zu den drei großen alternativen Energiesektoren wirken die kleineren Vertreter wie Fotovoltaik oder Solarthermie, sowie Geothermie geradezu winzig. Denn für die effiziente Nutzung von Solarenergie ist das kalte und oftmals verregnete Deutschland schlicht und ergreifend nicht der optimale Standort, während die Geothermie zwar Potential bietet, aber noch nicht endgültig ausgereift ist.
  6. Um die genannten Standortprobleme mancher Arten der Energiegewinnung zu umgehen, wäre beispielsweise eine europaweite Zusammenarbeit mit Solarenergie aus Spanien und Südeuropa, Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee, Wasserkraft aus Skandinavien und Bioenergie aus Deutschland denkbar, wodurch eine grüne Zukunft mit sauberer und regenerativer Energie gesichert werden könnte.

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