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Arten von Edelsteinen: Ein Überblick

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:27
Es gibt verschiedene Arten von Edelsteinen. Sie dienen seit Beginn der Menschheit u.a. dazu, Gegenstände zu verzieren oder den Träger/ die Trägerin...

Es gibt verschiedene Arten von Edelsteinen. Sie dienen seit Beginn der Menschheit u.a. dazu, Gegenstände zu verzieren oder den Träger/ die Trägerin zu schmücken. Außerdem stellen sie, je nach Material, Verarbeitung und Herkunft einen gewissen finanziellen Wert dar. In der alternativen Medizin werden sie ebenfalls eingesetzt, so sollen sie heilende Schwingungen ausstrahlen. Außerdem spielen Edelsteine in der Esoterik eine bedeutende Rolle. Den verschiedenen Arten von Edelsteinen werden bestimmte, typische Wirkungen auf Körper, Geist und Seele zugeordnet (Heilsteine).

Hier ein kleiner Überblick

  • Viele Menschen erfreuen sich aber einfach nur an ihren Formen und Farben und es gibt zahlreiche Messen und Börsen, die sich mit den verschiedenen Arten und Verwendungsmöglichkeiten von Edelsteinen befassen. Mit Gemmologie bezeichnet man die Wissenschaft der Edelsteinkunde.
  • Laut der CIBJO (Internationale Vereinigung Schmuck) gehören verschiedene Materialien zu Edelsteinen: Minerale, die den größten Anteil bilden, aber auch organische Verbindungen wie Bernstein, kleinere Fossilien, Korallen, Perlen oder Perlmutt.
  • Mineralien sind Elemente bzw. chemische Verbindungen, die durch geologische Vorgänge gebildet wurden, meist in kristalliner Form. Man unterscheidet dabei zwischen grob- und kleinkristallinen sowie dichten Gesteinen. Das Gegenteil ist amorphes Material, d.h. es gibt darin keine geordneten Strukturen. Mineralien, die besonders schön und farbenprächtig aussehen und zudem noch selten sind, werden oft als Schmucksteine verwendet. Dabei unterscheidet man verschiedene Arten von Edelsteinen bzw. Halbedel- bzw Schmucksteinen.

Edelsteine

  • weisen eine gewisse Härte auf, die nach der Mohs-Skala gemessen wird. Die Werte reichen dabei von eins bis zehn, wobei zehn das härteste Mineral bezeichnet, z.B. den Diamanten. Da die verschiedenen Arten von Edelsteinen oft zu Schmuck verarbeitet werden, ist eine gewisse Härte nötig, damit das Schmuckstück eine gewisse Beanspruchbarkeit erhält. So werden Edelsteine meist ab einer Härte von sieben zur Fertigung von Schmuckstücken genutzt.
  • sie sind recht selten und meistens transparent.

Zu dieser Gruppe gehören:

  • Aquamarin (blass- bis dunkelblau)
  • Diamant (farblos bis gelblich)
  • Rubin (rot)
  • Saphir (blau, im weitesten Sinne alle Farben außer Rot)
  • Smaragd (hell- bis dunkelgrün)
  • Topas (farblos, gelblich, rosé, blau) 
  • Zirkon (farblos, auch gelb, blau, grün, braun rot).
  • Die Edelsteine werden meistens in eine bestimmte Form geschliffen, dadurch erhöht sich z.B. die Lichtreflexion. Außerdem können sie mit Wärme oder Radioaktivität behandelt werden, so lassen sich optische Eigenschaften verändern oder verbessern.

Halbedelsteine

  • Der Begriff ist im Grunde genommen veraltet und wird heute nicht mehr so häufig verwendet, stattdessen wird oft von „Schmucksteinen“ gesprochen. Für sie ist ein geringerer Härtegrad charakteristisch, außerdem sind sie relativ häufig zu finden.

Dazu gehören:

  • Amethyst (violett)
  • Bergkristall (farblos)
  • Granatgruppe (verschieden, häufig rotbraun, auch gelbgrün und schwarz)
  • Lapislazuli (blau mit weißem Stich)
  • Malachit (smaragd- bis schwarzgrün, mit hellgrünem Strich)
  • Mondstein (farblos weiß, auch bläulich schimmernd)
  • Onyx (zweifarbig schwarz-weiß)
  • Opal (milchig weiß oder schwarz, teils bunt schillernd)
  • Rauchquarz (rauch- bis rötlichbraun)
  • Rosenquarz (hellrosé bis leicht violett)
  • Türkis (blau bis grünblau)
  • Zirkon (farblos, auch gelb, blau, grün, braun rot).
  • Zu erwähnen ist noch der Bernstein, der kein "Stein" im eigentlichen Sinn ist, denn er besteht aus fossilem Harz. Bei der Entstehung dieses Materials sind vor vielen Millionen Jahren häufig Fossilien von kleineren Tieren oder Pflanzenteile mit in das Baumharz eingeschlossen worden. Das ist auch für die Wissenschaft sehr interessant, besonders für die Paläontologie (Wissenschaft von Lebewesen vergangener Erdzeitalter).

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