Foto: Shutterstock.com

Atomkraft, nein Danke? - Vorteile und Nachteile von Atomstrom

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:06
Auch in der Politik immer wieder über das Thema Atomkraftwerke bzw. Atomstrom debattiert.

Nicht erst seit den letzten Schreckensmeldungen über die Atomkraftwerke in Japan ist das Thema Atomstrom heiß diskutiert. 

Dabei gibt es viele Argumente, die für die Nutzung von Atomkraftwerken sprechen. Allerdings gibt es auch viele Argumente, die dagegen sprechen. Daher wird auch in der Politik immer wieder über das Thema Atomkraftwerke bzw. Atomstrom debattiert.

Vorteile des Atomstroms

  1. Der größte Vorteil ist, dass in den modernen Atomkraftwerken größere Mengen von Energie gewonnen werden können als in den teilweise veralteten Kohlekraftwerken. 
  2. Ein weiteres Argument, welches für den Atomstrom spricht, liegt darin, dass der im Atomkraftwerk gewonnene Strom "sauber" ist. Das bedeutet, dass bei der Herstellung kein CO2 anfällt. Aus dieser Perspektive gesehen ist Atomstrom für die Umwelt weniger belastend. 
  3. Werden die Atomkraftwerke abgeschaltet, steigt zudem die Abhängigkeit von Energie aus anderen Ländern, wie zum Beispiel Russland. 
  4. Aufgrund dieser Abhängigkeit kann so das andere Land den Preis beliebig erhöhen. Durch die Abschaltung von Atomkraftwerken verlieren außerdem die dort arbeitenden Menschen ihre Arbeit, was zu einer steigenden Arbeitslosenzahl führen kann.

 

Nachteile des Atomstroms

  1. Der bedeutende Nachteil des Atomstroms liegt wohl in der fehlenden Sicherheit. Zwar wird gerne behauptet, dass die Atomkraftwerke sicher sind, doch zeigen die jüngsten Ereignisse in Japan, dass die Sicherheit von Atomkraftwerken in Ausnahmesituationen nicht gewährleistet werden kann. 
  2. Im Falle eines Super-GAUs besteht die Gefahr, dass in einem großen Umkreis vom Atomkraftwerk das Land mit radioaktivem Material belastet wird. Infolgedessen ist das befallene Land auf Jahrzehnte unbewohnbar.
  3. Daneben liegt ein weiterer Nachteil darin, dass das im Atomkraftwerk verarbeitete Uran, ein nicht nachwachsender Rohstoff ist. Außerdem ist eine gewisse Abhängigkeit von uranfördernden Staaten gegeben. 
  4. Bei der Herstellung von Atomstrom fällt zwar kein CO2 an, allerdings radioaktive Abfälle, sogenannter Atommüll. 
  5. Dabei handelt es sich um Stoffe, die nicht mehr genutzt werden können. 
  6. Eine Möglichkeit zur endgültigen Entsorgung dieses Atommülls ist derzeit nicht gegeben. Durch sogenannte Zwischenlager wird die endgültige Entsorgung lediglich aufgeschoben.

 

Fazit

  • Zwar gibt es einige gute Argumente, die für die Herstellung von Atomstrom sprechen. 
  • Doch ist besonders der Aspekt der fehlenden Sicherheit ein bedeutender Grund, welcher gegen die Herstellung und Nutzung von Atomstrom spricht. 
  • Nichtsdestotrotz werden die Debatten über die Atomkraft wohl auch in Zukunft nicht abreißen.

Kommentare