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Biologischer Abbau einer Glasflasche - Dauer?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:25
Das Bewusstsein für Müll und Mülltrennung ist heutzutage so groß wie nie.

Wie lange dauert eigentlich der biologische Abbau einer Glasflasche? Das Bewusstsein für Müll und Mülltrennung ist heutzutage so groß wie nie. Garten- und Lebensmittelabfälle kommen auf den Kompost, Kunststoff und Papier werden gesondert gesammelt und entsorgt. Über einen gewissen Zeitraum werden sie abgebaut und verschwinden.

  • Das Verrotten von allen möglichen Stoffen gehört zum Kreislauf des Lebens.
  • Mikroorganismen fressen sich durch unsere Abfälle und verwerten sie, sodass sie letztendlich verschwinden, bzw. sie bereit für den Recyclingprozess sind.
  • Alles was bleibt, sind Stoffwechselprodukte wie Gase, vor allem Methan und Kohlenstoffdioxid.
  • Je nach Umwelteinflüssen, wie Temperatur, Licht und Feuchtigkeit kann dieser Prozess beschleunigt und verlangsamt werden.
  • Beim robust wirkenden Stoff Glas, der jedem täglich begegnen dürfte, würden die meisten wohl vermuten, dass er nicht biologisch abbaubar ist. Doch der biologische Abbau einer Glasflasche ist möglich.

So lange dauert der biologische Abbau

  • Glasbestandteile: Sand - Soda - Kalk - Pottasche
  • Diese Bestandteile bestehen wie alles andere auch aus chemischen Elementen, die sich sehr wohl biologisch abbauen lassen. Allerdings ist Glas ein wirklich sehr robustes Material. So kommt es das die Zeit, die für den biologischen Abbau einer Glasflasche gebraucht, wird bei etwa einer Million Jahre liegt.
  • Eine sehr sehr lange Zeit. Papier dagegen braucht nur etwa 3-4 Monate bis zum Abbau. Die lange Zeitspanne ist wohl dadurch zu erklären, dass ein Produkt aus Glas wegen seiner Oberfläche wenig Ansatzpunkte für Mikroorganismen bietet.
  • Außerdem sind die Glasbestandteile nicht die optimalsten Nahrungsmittel der Mikroben. 
  • Statt auf den biologischen Abbau der einzelnen Glasflaschen zu warten, hat man heute eine viel bessere und vor alledem viel schnellere Möglichkeit mit Glasabfällen umzugehen: Recycling.
  • Dazu wird Glas in Containern gesammelt und im besten Fall korrekt nach Färbung getrennt. In Deutschland werden üblicherweise Weiß-, Braun- und Grünglas unterschieden, andere Färbungen werden dem Grünglas beigemischt.
  • Wird diese Trennung nicht eingehalten, kann eine grüne Flasche mehrere Hundert Kilo Weißglas einfärben. Dies passiert beim Schmelzvorgang. Der Recyclingvorgang beginnt damit, dass das Glas sortiert und dann in kleine Bruchstücke zerbrochen.
  • Nach weiteren Sortiervorgängen wird es schließlich eingeschmolzen und kann dann neu ausgegossen werden. So entstehen Produkte die frisch gegossen und gereinigt wieder in den Verkauf geraten, um am Ende erneut vor der Frage zu stehen, ob man lieber auf den biologischen Abbau der Glasflasche hofft oder sie direkt wieder dem Recyclingkreislauf zufügt.

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