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Briefende formulieren - So geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
Es gibt sicher Menschen, für die Briefe schreiben die einfachste Sache der Welt ist.
Sie haben keine Mühe sich auszudrücken, kennen alle ortografischen und stilistischen Regeln und die richtigen Worte fliegen ihnen praktisch zu. Aber leider sind wir nicht alle so gut dran. Vielen fällt es schwer, Briefe zu verfassen. Sie suchen krampfhaft die passende Anrede, tun sich mit dem Text schwer und auch der richtige Briefschluss bereitet ihnen Schwierigkeiten. Für diese Menschen hier ein paar Hinweise, wie sich das Briefende formulieren lässt. Unter dem Briefende versteht man im allgemeinen einen Schlusssatz, eine Grußformel und die Unterschrift sowie bei amtlichen Briefen unter Umständen auch noch der Vermerk von Anlagen oder ein Verteiler.

Briefende formulieren - Hinweise

Das Briefende bei privaten Briefen
Natürlich gibt es große Unterschiede zwischen persönlichen und geschäftlichen Briefen. Kein Liebender wird der Angebeteten/dem Angebeteten, der Ehefrau oder dem Ehemann mit Höflichkeitsfloskeln oder gar formell kommen wollen. In Liebesbriefen ist Herz und Gefühl gefragt und hier kann jeder so schreiben, wie er fühlt. Etwas mehr Überlegung braucht es schon bei Briefen an entferntere (vor allem ältere) Verwandte, an Freunde und Bekannte. Der Schlusssatz sollte hier im günstigsten Fall ausdrücken, welche Reaktion der Schreiber sich erwartet. Sätze wie: "Lass es Dir gutgehen", "Bleib schön gesund", Schreib bald mal wieder" oder "Grüße die ganze Familie" passen da gut. Danach folgt die Grußformel, die sich ebenfalls nach dem Empfänger und dem Grad der Vertrautheit richten sollte. " Liebe Grüße", "Herzliche Grüße", " Beste Grüße", " Alles Liebe","Tschüss" und ähnliche Grußformeln bieten sich dabei an. Die Unterschrift kann nur der Name oder auch "Deine alte Schulfreundin xyz ..., Deine Nichte etc. sein.

Das Briefende bei formellen und geschäftlichen Briefen
Bei solchen Briefen sollte noch mehr Wert auf die Form gelegt werden. Wie lässt sich am besten ein formelles Briefende formulieren? Der Schlusssatz sollte auf alle Fälle dem Anlass des Briefes entsprechen und zwar höflich, aber nicht persönlich sein. Möglich sind zum Beispiel: "Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung", "Für Ihr Entgegenkommen bedanke ich mich im Voraus" , "Danke für ihre Bemühungen", "Ihrer Antwort sehe ich entgegen" oder ähnliches. Bei einer Beschwerde, Mahnung oder Kritik sollte die Höflichkeit aber auch nicht übertrieben werden. Als Grußformel bei formellen Briefen ist "Mit freundlichen Grüßen" verbreitet, möglich sind aber auch "Freundliche Grüße". Das frühere "Hochachtungsvoll" ist inzwischen zu verstaubt und altmodisch. Die Unterschrift unter dieser Art Brief sollte in Blockschrift unter dem Namenszug wiederholt werden.

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