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Bußgeldkatalog für Beleidigungen - Damit muss man rechnen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:24
Unbedachte Beleidigungen im Alltag können richtig teuer werden...

Unbedachte Beleidigungen im Alltag können richtig teuer werden – wie teuer genau steht in dem sogenannten Bußgeldkatalog. In diesem werden die häufigsten Beleidigungen und die zu erwartenden Strafen aufgeführt.

Bußgeldkatalog für Beleidigungen

Verbale Beleidigungen:

  • Egal, ob man sich über einen Autofahrer ärgert, der einen schneidet oder über einen Polizisten, der gerade ein Knöllchen verteilt: jegliche Form von Beleidigung kann strafrechtlich zur Anzeige gebracht und verfolgt werden.
  • Mit einer der billigsten häufigen Äußerungen ist dabei laut aktuellem Bußgeldkatalog die Bezeichnung „Bekloppter“, die bereits mit 250 Euro Bußgeld geahndet werden kann. Die Aussage „Leck mich“ kostet schon 300 Euro und die „Dumme Kuh“ sogar das Doppelte.
  • Für das „Blöde Schwein“ werden 500 Euro einkassiert und der Spruch „Bei dir piept's wohl“ kostet 750 Euro. Geläufige Beleidigungen wie „Wichser“, „Arschloch“ oder „Trottel“ müssen dagegen schon mit 1000 Euro bezahlt werden.
  • Die „Schlampe“ kostet sogar 1900 Euro. Absolute Spitzenreiter der verbalen Beleidigungen sind aber die Beschimpfungen „Miststück“ und „Alte Sau“, die jeweils mit einem Bußgeld von 2500 Euro bestraft werden können.

Beleidigende Gesten:

  • Auch für die Körpersprache gibt es im Bußgeldkatalog eine eigene Kategorie, mit deren Hilfe eine Strafe verhängt werden kann. Dabei kommt man noch am billigsten weg, wenn man lediglich einem Mitmenschen die Zunge herausstreckt.
  • Dieses Vergehen kostet bei Strafanzeige zwischen 150 und 300 Euro. Jemanden den Vogel zu zeigen reißt dagegen ein Loch von 750 Euro ins Portemonnaie.
  • Signalisiert man jemandem durch das Fuchteln mit der flachen Hand vor dem Gesicht, dass man ihn für bescheuert hält, kann das zwischen 350 und 1000 Euro kosten.
  • Allerdings wird dabei im Einzelfall entschieden. Zeigt man diese Geste beispielsweise einem Polizisten und ist dieser ungnädig, kann er problemlos ein Knöllchen über 1000 Euro ausstellen, während er an einem anderen Tag dafür „nur“ 350 Euro verlangt hätte.
  • Das gleiche gilt auch bei der teuersten beleidigenden Geste, dem Zeigen des Mittelfingers. Diese oft viel zu schnelle und unüberlegte Aktion kann laut Bußgeldkatalog ein Strafgeld ab 600 Euro bis hin zu 4000 Euro nach sich ziehen.
  • Darum lohnt es sich, auch in hektischen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren, wenn man seine Nerven und seinen Geldbeutel schonen möchte.

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