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Bußgeldkatalog im deutschen Straßenverkehr - Ein Überblick

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:24
Im Bußgeldkatalog sind die Regelsätze genau aufgeführt, welche...

Im Bußgeldkatalog sind die Regelsätze genau aufgeführt, welche ein Autofahrer für ein bestimmtes Vergehen zu erwarten hat. Bei dem Bußgeldkatalog wird von einer fahrlässigen Handlung ausgegangen, wobei in einer Gerichtsverhandlung das Strafmaß nach oben erweitert werden kann, wenn eine grobe Fahrlässigkeit oder der Vorsatz nachgewiesen wurde

So gelten bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung Innerorts folgende Regelsätze:

  • bis 10 km/h 15,-
  • 11-15 km/h 25,- 
  • 16-20 km/h 35,- 
  • 21-25 km/h 80,- und 1 Punkt 
  • 26-30 km/h 100,- und 3 Punkte 
  • 31-40 km/h 160,- und 3 Punkte, 1 Monat Fahrverbot 
  • 41-50 km/h 200,- und 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot 
  • 51-60 km/h 280,- und 4 Punkte, 2 Monate Fahrverbot 
  • 61-70 km/h 480,- und 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot 
  • über 70 km/h 680,- und 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
  • (Die Geldbußen sind Eurobeträge)
  • Bußgeldkatalog Österreich gibt es hier!

Bußgeldkatalog

  • Muss für ein Verkehrsdelikt 35 mindestens Euro bezahlt werden, so kommt automatisch ein Punkt in Flensburg dazu. Wurden insgesamt 18 Punkte erreicht, so wird von der Verkehrsbehörde der Führerschein eingezogen.
  • Wie bei einem Alkoholdelikt kann auch in diesem Fall eine MPU angeordnet werden, bevor der Autofahrer sein Dokument zurückbekommt. Diese Maßnahme ist mit viel Geld verbunden, denn neben der Untersuchung ist ein Vorbereitungskurs erforderlich, um auf die Fragen der Psychologen auch richtig vorbereitet zu sein.
  • Der Bußgeldkatalog hat den Sinn und Zweck, dass jeder Verkehrsteilnehmer bei einem Verstoß gegen die StVO in gleicher Form behandelt wird. Außerdem kann sich jeder Autofahrer genau darüber informieren, was bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung zu erwarten ist. Die Raserei ist eines der Vergehen, wogegen die Autofahrer am meisten verstoßen.
  • Trivia:
  • Ein Fahrverbot von einem Monat kann bei einigen Werktätigen durch Urlaub und dem Abbauen von Überstunden überbrückt werden.
  • Schwieriger gestaltet sich die Sache, wenn der Führerschein mehrere Monate entzogen wurde, was durchaus auch den Arbeitsplatz kosten kann.
  • Wer sich also an die Regeln vom Bußgeldkatalog hält, muss keine Konsequenzen rechnen.
  • Im Ort Unna stellten die Polizisten einen besonderen Vogel.
  • Ein Autofahrer überholte rasant einen Polizeiwagen. Die Streife stoppte daraufhin den Fahrer in seinem Wagen und waren überrascht. Neben der starken Alkoholfahne saß der Mann völlig nackt am Steuer.
  • Die einzigen Bekleidungsstücke waren seine Schuhe.
  • Das Ergebnis war, er musste die Nacht im Gewahrsam der Polizei verbringen und die Fahrerlaubnis hatte der Mann auch los. In welcher Form am anderen Tag der Heimweg angetreten wurde, ist nicht bekannt.
  • Auch kommt auch bei diesem Mann der Bußgeldkatalog zur Anwendung. Entsprechend des Alkoholpegels wird die zu erwartende Bestrafung festgelegt.

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