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Charles de Montesquieu - Kurzportrait

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Charles de Montesquieu erblickt am 18. Januar 1689 im Schloss La Brède, in der Nähe von Bordeaux das Licht der Welt.

Charles de Montesquieu erblickt am 18. Januar 1689 im Schloss La Brède, in der Nähe von Bordeaux das Licht der Welt. Nachdem er sein Studium der Rechtswissenschaften abgeschlossen hat, leitet er ab 1716 das Parlament in Bordeaux. Im Januar 1728 wird er in die Académie Française aufgenommen. In den Jahren 1728 bis 1731 reist er durch verschiedene europäische Länder. Am 10. Februar 1755 starb er in Paris. 

  • Zu den wichtigsten Schriften von Charles de Montesquieu zählen die Selbstbiographie „Portrait Montesquieu, geschrieben von ihm selbst“, akademische Reden, die Persischen Briefe, diverse politische und literarische Essays. Vor allem die „Persischen Briefe“ haben den Autor sehr berühmt gemacht. Der Text ist vor allem für seine Politische Lehre sehr bedeutungsvoll. Die „Persischen Briefe“ berichten von den Gegebenheiten und Missständen in Frankreich, die wichtigsten Themen sind der Absolutismus und dessen negativen Auswirkungen, der Kolonialismus, Literatur, Religion und Institutionen, die das öffentliche Leben prägen. 
  • In der Geschichte der politischen Philosophie nimmt Charles de Montesquieu einen Ehrenplatz ein, weil der den Gedanken von der „Teilung der Gewalten“ entwickelt hat. Die geforderte Aufteilung der Gewalten auf verschiedene Träger der Macht dient vor allem dem Ziel, die Sicherheit der Bürger zu garantieren. Die Menschen sollen dadurch vor willkürlichen Übergriffen der Mächtigen geschützt werden. Die Teilung der Gewalten soll echte Freiheit für das Individuum, seine Familie und seinen Besitz ermöglichen. Die angestrebte Freiheit existiert laut Charles de Montesquieu nicht, wenn die richterliche Gewalt nicht von der Exekutive und der Legislative getrennt ist. 
  • Charles Montesquieu vertritt die These, dass der Mensch die Politik braucht, wobei auch die Gesetze eine ganz wesentliche Rolle spielen. Bevor es allerdings Gesetze geben kann, müssen Gerechtigkeit und Vernunft herrschen. Eine weitere Voraussetzung für ordentliche Gesetze ist der gesunde Menschenverstand. Der Charakter und das Wesen der Menschen hängen seiner Meinung ganz wesentlich von den klimatischen Bedingungen ab, die in der jeweiligen Region herrschen, in der die einzelnen Menschen leben. 

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