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Chemie des Emulgator? - Einige Fakten

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:02
Emulgatoren sorgen für eine Mischung von zwei verschiedenen Komponenten.

In diesem Artikel erfährst du Näheres, über die Chemie von Emulgatoren. Zwei nicht miteinander mischbare Phasen sind zum Beispiel Wasser und Fett. Füllt man ein Glas zur Hälfte mit Wasser und zur anderen Hälfte mit Speiseöl, werden sich diese beiden Phasen innerhalb kürzester Zeit trennen. Man kann beobachten, dass sich eine Ölschicht auf dem Wasser bildet. Beide Phasen, also die des Wassers und die des Öl, sind durch eine klare Grenze getrennt. Diese wird daher auch als Grenzfläche oder Phasengrenze bezeichnet. Die Spannung dieser Grenzfläche kann mithilfe von Emulgatoren herabgesetzt werden. Emulgatoren sorgen so für eine Mischung zwei eigentlich nicht miteinander mischbarer Komponenten.

  1. Emulgatoren bestehen immer aus zwei Teilen. Man bezeichnet den Aufbau eines Emulgatormoleküls auch als amphiphil. Denn es besitzt einen Wasserliebenden, also einen hydrophilen, Teil und einen lipophilen, also einen Fettliebenden, Teil. Eine Emulgatormolekül kann in etwas mit einer Stecknadel verglichen werden.
  2. Es besitzt eine hydrophile Kopfgruppe und eine lipophile Gruppe, die eine lange Kette bildet. Diese beiden Molekülteile weisen gegensätzliche Eigenschaften auf. Emulgatoren können somit Wechselwirkungen mit verschiedenen Medien eingehen.
  3. In der Kosmetik werden Emulgatoren zur Herstellung von Cremes verwendet. Cremes sind aus chemischer Sicht den Emulsionen zugeordnet. Sie bestehen immer aus einer wässrigen Phase und einer Fettphase, die mittels Emulgatoren miteinander vermischt werden.
  4. Auch in Shampoos, Duschgelen und Badezusätzen werden Emulgatoren eingesetzt. Hier bezeichnet man sie aber als Tenside. Diese Tenside weisen einen den Emulgatoren ähnlichen Molekülaufbau auf. Sie können somit Haut- und Haarfett diespergieren, einschließen und abtransportieren.
  5. Gibt man einen Emulgator nun zu der Öl- und Wassermischung, lagern sich die Moleküle an der Grenzfläche an. Sie orientieren sich derart, dass die hydrophile Kopfgruppe in die wässrige Phase ragt, währen dich der lipophile Molekülteil in der Fettphase orientiert. So bildet sich ein Grenzflächenfilm zwischen den Phasen und die Grenzflächenspannung, welche eine Durchmischung beider Phasen verhindert, wird herabgesetzt.
  6. Emulgatoren werden aber nicht nur in der Kosmetik eingesetzt. Auch in der Pharmazie und der Lebensmittelindustrie finden sie häufig Verwendung. Eine Emulsion die jeder kennt ist zum Beispiel die Mayonnaise, in der das Lecithin aus dem Eigelb als natürlicher Emulgator fungiert.

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