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Das korrekte Verhalten bei einer Atomkatastrophe: Wichtige Tipps

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
Wie man sich bei einem Atomunfall verhalten sollte.

Die Katastrophe von Tschernobyl liegt vielleicht bereits Jahrzehnte in der Vergangenheit, doch noch heute gibt es Menschen, die gesundheitlich unter den Folgen dieses Atomunfalls leiden. Auch wenn die Schutzmaßnahmen heutzutage ausgereifter sind und die Staaten für einen möglichen Unfall vorbereitet sind, ist es wichtig auch selbst zu wissen, was in solch einem Moment zu tun ist. Nicht nur die jüngste Atomkatastrophe in Japan hat gezeigt, wie gefährlich eine derartige Situation werden kann.

Bitte beachten

  • Bei einem Nuklearunfall haben die Katastrophenschutzbehörden die Aufgabe alle Bürger unverzüglich darüber zu informieren. Dies geschieht übers Fernsehn, Radio, Internet, Zeitungen und auch über laute Sirenen.

So bereitest du dich optimal vor

  • Hab genügend Jodtabletten parat. Bei einem Nuklearunfall tritt radioaktives Jod aus, welches im Körper zu Schilddrüsenkrebs führen kann. Mit Jodtabletten kann man dem radioaktiven Jod etwas entgegenwirken.
  • Hab stets genügend Konservennahrung sowie Wasserflaschen im Haus.

So wirkt sich eine Verstrahlung auf den Körper aus

  • Bis 0,2 Sievert: Eventuell Krebs als Spätfolge.
  • 0,2 - 0,5 Sievert: Verringerung der Erythrozyten im Körper.
  • 0.5 - 1 Sievert: Impotenz bei Männern, das Risiko einer Information wird erhöht.
  • 1 - 2 Sievert: Geringe Strahlenkrankheit (Erbrechen z.B.).
  • 2 - 4 Sievert: Stärkere Strahlenkrankheit (Sterilität bei Frauen, Haarausfall).
  • 4 - 6 Sievert: Hohe Strahlenkrankheit (Tod innerhalb von 10 Wochen aufgrund von inneren Blutungen).
  • 6 - 8 Sievert: Das Nervensystem wird zerstört und Tod aufgrund von Kreislaufversagen.

Bleib im Haus/Gebäude

  • Radioaktive Stoffe werden durch die Luft transportiert, weshalb es wichtig ist, dass du dich in einem Gebäude befindest. Wer unterwegs ist, sollte schnellstmöglich ins nächste Geschäft gehen. In den Schulen bleiben die Schüler/Studenten in solch einem Fall dort. Natürlich können auch Gebäude nicht 100% der Partikel abwehren, jedoch ist die Menge um einiges geringer.
  • Rechne damit, mindestens 2 Tage drinnen verbringen zu müssen, bei größeren Katastrophen sogar 10.

Öffnungen verschließen

  • Fenster und Türen müssen gut verschlossen werden. Noch besser ist ein Raum, in welchem z.B. keine Fenster vorhanden sind.
  •  Ansonsten können Möbelstücke, Kartons und Ähnliches helfen, um einen Teil der Strahlung abzuwehren.

Kleidung wechseln und Körper reinigen

  • Wer sich im Falle eines Atomunfalls draußen befand, muss, bevor er das Haus betritt, seine gesamten Klamotten ausziehen.
  • Zusätzlich ist es wichtig sich zu waschen, besonders die Haare, da sich in ihnen vermehrt radioaktive Partikel befinden können.

Kein offenes Essen!

  • Im Fall eines Nuklearunfalls sollte offenes Essen und besonders Gemüse und Obst vermieden werden.
  • Am besten sind Konserven oder abgepackte Nahrungsmittel. Milch und Wasser aus der Leitung können unbedenklich konsumiert werden.

Bleib informiert!

  • Fernsehn, Radio, Internet. Ständig sollte man die aktuellen News lesen, um zu wissen, wie ernst die Lage ist.
  • Sobald sich die Lage beruhigt hat, befindet sich der radioaktive ,,Staub'' auf dem Boden.
  • Aus diesem Grund ist beim Betreten der Wohnung weiterhin Vorsicht geboten.

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