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Der erste Frauentag – Politische Hintergründe

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:18
Viele Frauen schenken sich als Geste der Solidarität und als Erinnerung an den ersten Frauentag eine

Am 8. März ist Internationaler Frauentag. An diesem Tag treten Frauen verstärkt für ihre Rechte ein. In einigen Ländern ist der 8. März ein gesetzlicher Feiertag. Viele Frauen schenken sich als Geste der Solidarität und als Erinnerung an den ersten Frauentag eine Blume. Der Internationale Frauentag hat eine lange Tradition. Schon immer waren Frauen schlechter gestellt als Männer. Sie bekamen die schlechteren Jobs, wurden mehr ausgebeutet und bekamen weniger Lohn als die Männer. Bereits 1858 demonstrierten amerikanische Textilarbeiterinnen für mehr Gerechtigkeit gegenüber Frauen. 1909 wurde der Frauentag in den USA offiziell gefeiert. 1910 beschloss die II. Internationale sozialistische Frauenkonferenz auf die Initiative von Clara Zetkin die Einführung eines Internationalen Frauentages. Als erster Frauentag wurde am 19. März 2011 der Tag der Frauen in Deutschland, Dänemark, Österreich, der Schweiz und den USA gefeiert. Damals gingen die Frauen hauptsächlich für eine Gleichberechtigung beim Wahlrecht auf die Straße. 1917 wurde das Datum des Internationalen Frauentages auf den 8. März verlegt. Damit ehrten die Frauen weiblichen Opfer der russischen Februarrevolution 1917. Ab 1922 wurde der Internationale Frauentag in vielen Ländern gemeinschaftlich begangen.

Entwicklungshintergründe

Am Internationalen Frauentag kämpfen die Frauen weltweit für ihre Rechte. Seit dem ersten Frauentag sind die Anliegen der Frauen fast gleich geblieben. Demonstrationen, Vorträge und Feiern gehören an diesem Tag zur Tagesordnung. Vorangegangene Frauengenerationen reichten mit ihrem mutigen Auftreten:

  • Schulrecht für Mädchen
  • gleiche Ausbildungschancen für Mädchen
  • Wahlrecht für Frauen
  • Trotz weltweiter Unterdrückung der Frau bleibt auch in Deutschland für die Gleichberechtigung noch viel zu tun. Im modernen Deutschland schaffen nur wenige Frauen einen beruflichen Aufstieg bis in die Chefetagen.
  • In Deutschland liegt die Aufstiegsrate bei 1,3 Prozent, in den USA dagegen fast bei 20 Prozent.
  • Gravierende Unterschiede gibt es auch bei der Lohngleichstellung. In gleichen Positionen verdienen Frauen in Deutschland 22 Prozent weniger als Männer.
  • Damit liegt Deutschland europaweit auf dem viertletzten Platz.
    Großstädte weisen mit vielen Aktionen auf den ersten Frauentag hin, der in diesem Jahr zum 102. Mal begangen wird.
  • Aktionen gegen Gewalt, Informationsforen um die Themen Beruf, Rente, Gesundheit und Ernährung sowie kulturelle Angebote finden einen breiten Zulauf.
  • Parteien und Organisationen widmen sich typischen Frauenthemen.
  • Auch die Gewerkschaft Verdi macht sich für Frauen stark. Filme gegen Diskriminierung und für eine sozial gerechtere Welt stehen 2013 auf dem Aktionsprogramm.

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