Foto: Shutterstock.com

Der männliche G-Punkt: Intensive Erfahrungen

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Wenn man vom sogenannten "G-Punkt" spricht, denkt man meist zuerst an die weibliche Vagina.
Hier wird die nach Ernst Gräfenberg benannte Zone bereits seit Jahren diskutiert. Der männliche G-Punkt hingegen ist ein weit größeres Mysterium als der weibliche, denn das Pendant zur weiblichen Gräfenberg-Zone scheint die Prostata zu sein.

Fact Box

  • Ob die Prostata tatsächlich der männliche "G-Punkt" ist, ist nicht bekannt. Fakt ist aber, dass sie zu den "erogenen Zonen" gehört.
  • Die Prostata sitzt etwa fünf bis sieben Zentimeter vom Anusausgang in Richtung Schambein. Sie kann einfacher ertastet werden, wenn der Penis erigiert ist.
  • Die Stimulation der Prostata kann zu größerem Lustempfinden und zu intensiveren Orgasmen führen.
  • Die gleichzeitige Stimulation der Prostata während des Vaginalsex ist nicht einfach und erfordert Übung.
  • Nicht jeder Mann reagiert gleich auf die "neuen Reize". Einige Männer spüren sogar gar nichts.

Hintergrund zum G-Punkt

  • Im Allgemeinen soll eine Stimulation des G-Punkts zur Intensivierung des Orgasmus führen. Die bisherigen Erfahrungen aus Studien mit weiblichen Teilnehmern sind jedoch nicht eindeutig. 
  • So zweifeln Wissenschaftler des King's College in London seine Existenz komplett an, während der französische Gynäkologe, Sylvain Mimoun, in einer Studie herausgefunden haben soll, dass mindestens 56% aller Frauen über eine dem G-Punkt ähnliche erogene Zone verfügen sollen. 
  • Ganz anders der männliche G-Punkt, denn Forscher behaupten, die bei Frauen fehlende Prostata sei das Äquivalent zur weiblichen G-Zone. Ein Beweis muss hier nicht zwingend erbracht werden. Dass die Stimulation der Prostata bei Männern zur Intensivierung von Orgasmen genutzt werden kann, ist seit Jahren alleine durch die Schwulenbewegung bestätigt.

Die Stimulation der Prostata beim Liebesspiel

  • Viele Männer kennen ihre Prostata nur vom Urologen, wenn der den Handschuh überzieht, zum "goldenen Griff" ansetzt und man husten soll. Das männliche Sexualorgan befindet sich nämlich etwa fünf bis sieben Zentimeter vom Anusausgang entfernt und kann in Richtung Bauchdecke mit dem Finger ertastet und stimuliert werden. 
  • Beim Liebesspiel ist das Finden der Prostata sogar noch einfacher, denn durch die erigierten Schwellkörper wird die weiche Kugel vom Schambein in Richtung des Darmtrakts gedrückt. In der Regel reicht bereits das Einführen eines Fingers, um die Prostata ordentlich stimulieren zu können. Manche Männer nutzen aber auch gerne Hilfsmittel wie spezielle Sextoys oder Vibratoren, die auch beim Vaginalsex im Anus verbleiben können. 
  • Besonders einfach ist die Prostatastimulation für homosexuelle Männer, denn durch das Einführen des Penis in den Anus wird das Organ ganz von alleine stimuliert.

Tipps und Tricks für "das erste Mal"

  • Wer die Prostatastimulation gerne ausprobieren möchte, sollte vor dem Versuch den Schließmuskel des Anus ganz vorsichtig weiten und lockern. Auch eine gute Portion Gleitcreme (möglichst auf Wasserbasis) kann das Einführen des Fingers oder Vibrators deutlich vereinfachen. 
  • Hygiene ist hier besonders wichtig. Vor und nach dem Liebesspiel sollten Finger und After ordentlich gewaschen werden. Die Erfahrungen von Männern gehen, wie bei der Stimulation des weiblichen G-Punkts, stark auseinander. Einige reagieren recht schnell, andere spüren überhaupt nichts, wieder andere finden das Gefühl sogar unangenehm. Auf keinen Fall sollte man sich allerdings zu etwas zwingen, denn dann verkrampft man und das Erlebnis kann gar nicht gut werden.

Weitere Beiträge zum Thema:

Kommentare