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Der Unterschied zwischen Blut- und Plasmaspenden?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:50
Einmal Held sein und jemandem das Leben retten. Dank Blutspenden ist das nicht unmöglich.

Einmal Held sein und jemandem das Leben retten. Dank Blutspenden ist das nicht unmöglich. Zugegeben, heldenhaft sieht es nicht gerade aus, wenn man mit einer Kanüle im Arm daliegt und angezapft wird, doch wen interessiert das, solange man etwas Gutes tut? Aber wie läuft das überhaupt ab? Spendet man das komplette Blut oder nur bestimmte Bestandteile?

Die Antwort: es kommt darauf an. Man muss zwischen Blut- und Plasmaspende unterscheiden.

Es gibt allerdings einige Dinge zu beachten bevor man Blut oder Blutplasma spenden geht.

  1. Blutspende oder Vollblutspende ist wohl eher was für Menschen, die unter Zeitdruck stehen, denn sie dauert mit ca. 10-20 Minuten nicht so lange wie eine Plasmaspende, die ca. 30-60 Minuten in Anspruch nimmt.
  2. Abgesehen von der Dauer macht es für den Spender jedoch keinen allzu großen Unterschied, ob er nun Blut oder Plasma spendet. Egal, was man spendet: man endet immer mit einer Nadel im Arm.
  3. Blut ist das, was direkt aus der Vene kommt, Plasma hingegen ist nur der nicht-zelluläre Teil des Blutes.
  4. Plasma besteht zu 90% aus Wasser und zu 10% aus den im Wasser gelösten Substanzen. Zu diesen Substanzen gehören auch die Gerinnungsfaktoren, die dafür sorgen, dass man an einem kleinen Schnitt mit dem Küchenmesser nicht verblutet, sondern die Wunde sich verschließt.
  5. Plasmaspenden dauern länger, weil die zellulären Anteile des Blutes (z.B. rote und weiße Blutkörperchen) während des Spendevorgangs durch Zentrifugen aus dem Plasma herausgelöst werden.
  6. Plasma kann man häufiger und in kürzeren Abständen spenden, als Blut, da die herausgelösten zellulären Bestandteile des Blutes mit einer Flüssigkeit versetzt und wieder in den Körper des Spenders zurückgeführt werden. Dadurch wird sein eigenes Blutvolumen nicht so reduziert wie bei der Blutspende.
  7. Wer an übertragbaren Krankheiten leidet oder sich zu fettreich ernährt ist von der Spende asugeschlossen. Aus diesem Grund werden im Voraus Tests auf verschiedene Krankheiten durchgeführt. So kann sich auch der Spender selbst einen kostenlosen Rundum-Check und kann sich sicher sein, dass er gesund ist.
  8. Blutplasmaspenden werden für verschiedene Zwecke benötigt. Durch die enthaltenen Gerinnungsfaktoren kann Blutern beim Wundverschluss geholfen werden. Auch bei Unfallopfern wird beispielsweise Blitplasma verwendet, um das Blutvolumen in akuten Notfällen zu vermehren. Des weiteren bruacht die Pharmaindustrie Blutplasma, um verschiedene Medikamente zu entwickeln

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