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Der Unterschied zwischen Vorlesungen und Übungen an der Uni?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:55
Die Unterscheidung zwischen einer Vorlesung und einer Übung werden wir nun genauer betrachten.

Die Universitäten bieten vielerlei Veranstaltungen an, deren unterschiedliche Terminierung einen jungen Studenten anfangs noch verwirren kann. So werden innerhalb eines Studiums sowohl Seminare, Übungen, Vorlesungen, Tutorien, Colloquien oder auch Blockseminare und Onlinemodule im Kanon angeboten.

Die Unterscheidung zwischen einer Vorlesung und einer Übung werden wir nun genauer betrachten.

  • Als Student gilt es sich stets bewusst zu machen, dass eine Vorlesung zwar bequem ist, aber viel Nacharbeit fordert und die Inhalte der Veranstaltung nicht komplett beleuchtet. 
  • Übungen hingegen können sehr arbeitsintensiv sein, garantieren aber einen tieferen Einblick in die Thematik inklusive der Fähigkeit, darüber diskutieren zu können.

Vorlesungen

  1. Vorlesungen kennzeichnen sich dadurch, dass sie in zumeist großen Sälen stattfinden und sich einer sehr hohen Teilnehmerzahl erfreuen. 
  2. Sie finden regelmäßig ein Mal wöchentlich statt und behandeln in einer Mischung aus Frontalunterricht, Präsentation und in einigen Fällen auch vorgeführten, praktischen Beispielen einen Themenkomplex. 
  3. Diese Inhalte werden im Großteil der Fälle am Ende des Semesters (in manchen Fällen auch erst nach 2 Semestern) in einer Klausur geprüft, da für Referate mit Ausarbeitungen oder Hausarbeiten die Lerngruppe meist zu groß ist.

Übungen

  1. In einer Übung trifft man sich in einer weitaus kleineren Gruppe, die selten die Zahl von zwanzig Teilnehmern überschreitet in dementsprechend kleineren Zimmern. 
  2. Die Sitzungen sind hier auch nicht zwingend wöchentlich; einige Übungsleiter bestehen nur auf vierzehntägiges Erscheinen ihrer Kursteilnehmer. 
  3. Anders als im frontalen System der Vorlesung wird in den Übungen viel diskutiert und kommuniziert. 
  4. Themen und ihre Feinheiten werden im Plenum erarbeitet und befinden sich unter ständigem Einfluss der Kritik aller Kursteilnehmer. 
  5. Somit kann man in einer Übung ein Thema viel individueller und genauer betrachten oder diskutieren als in einer Vorlesung. 
  6. Auf der anderen Seite heißt das für den Studenten aber auch, dass er viel mehr Energie und Aufmerksamkeit in die Übung stecken muss. 
  7. Die Themenkomplexe einer Übung werden auch oft durch Klausuren abgefragt, wobei hier die relevanten Prüfungsinhalte dieselben wie bei einer Vorlesung zum gleichen Thema sind. 
  8. Viele Übungsleiter bauen aber auf die Eigeninitiative der Studenten und lassen Referate oder Vorträge von Studierenden halten, zu denen meistens noch eine Ausarbeitung oder eine Hausarbeit angefertigt wird. Diese wird dann als Prüfungsleistung herangezogen.

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