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Diamantbestattung - der Weg von der Asche zum Diamanten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:13
Lassen Sie die Seele eines verstorbenen Menschens ewig strahlen.

Einen Menschen immer bei sich haben, auch wenn dieser längst nicht mehr da ist - Eine der neusten Bestattungsmöglichkeiten ist das Erschaffen eines Diamanten aus der Asche unserer verstorbenen Mitmenschen. Dieser Gedanke gleicht dem Prinzip der Einäscherung eines Menschenkörpers, geht dabei aber noch einen Schritt weiter. Immerhin können Diamanten als Kette oder jegliches anderes Schmuckstück, im Gegensatz zu der Urne, uns durch den Alltag begleiten, egal wo wir auch sind.

  • Wer in Deutschland eine Diamantenbestattung anbietet oder anfordert wird rechtliche Konsequenzen zu spüren bekommen.
  • In Deutschland ist es nämlich verboten, die Asche eines verstorbenen Mitmenschens in einen Diamanten pressen zu lassen.
  • Im deutschen Land herrschen dies bezüglich eher konservativen Einstellungen. Deswegen wird der Friedhof als ewige Ruhestätte der Seele des Menschen immer noch bevorzugt gesehen.
  • Sollte also Interesse Ihrerseits auf eine Diamantenbestattung bestehen, so müssen Sie diesen Service im Ausland anfordern.

Doch es bedarf folgender Vorbereitungen, um überhaupt eine Diamantenbestattung in Anbetracht ziehen zu können:

  • Der Körper des verstorbenen Mitmenschens muss vorher durch den Prozess der Einäscherung oder Feuerbestattung verbrannt werden, um so die benötigte Asche zu erzeugen.
  • Darüber hinaus muss es für die Angehörigen in Ordnung sein, eine Diamantenbestattung im Ausland durchführen zu lassen.
  • Akzeptiert werden muss auch die Wartezeit von ca. drei Monate bis der Diamant fertig gestellt ist.

Diamantbestattung - Der Ablauf

Ist der Auftrag an das Bestattungsinstitut weitergeleitet, sieht der Prozess einer Diamantenbestattung wie folgt aus:

  1. Zu Beginn werden die Bestandteile der Asche genauer unter die Lupe genommen.
  2. Das Ergebnis dieser Untersuchung sind Salze und Kohlenstoff. Diese sind in verschiedenen prozentualen Mengen in der Asche vorhanden.
  3. Diamanten werden aus Kohlenstoff hergestellt. Es ist also wichtig, diesen vom gesamten Anteil der Salze zu trennen.
  4. Dies geschieht durch chemische und physikalische Trennverfahren. Dabei werden die Salze gelöst, werden gasförmig und vermischen sich anschließend mit der Luft.
  5. Der nun getrennt vorhandene Kohlenstoff wird je nach Größe für etwa vier bis sechszehn Wochen in eine Pressemaschine gegeben und dort mit sets konstanter Hitze versorgt.
  6. Diese Maschine kann beim Pressvorgang eine Höchstleistung von 50.000 bis 60.000 bar erreichen. Die Höchsttemperatur die diese Pressemaschine erreichen kann beträgt rund 1.700 Grad Celsius.
  7. Bei diesem Pressen verwandelt sich der Kohlenstoff nach ein paar Wochen in einen Diamant-Kristall.
  8. Es muss aber nicht nur ein Diamant sein, mit diesem Verfahren können aus ein und derselben Asche gleich mehrere Diamantenschmuckstücke gewonnen werden.
  9. Diese aus dem bisherigen Verfahren resultierenden Diamanten-Kristalle können dann in die gewünschten Formen der Kunden bzw. Angehörigen geschliffen werden. Am beliebtesten sind unter anderen die Oval, Herz- oder Kreisform.
  10. Die Farbe der Diamanten ist meist ein durchsichtiges Weiß, sobald aber der Kohlenstoff Überreste des Stoffes Bor aufweist kann ein Diamant auch in einer blauen Farbe erstraheln.
  11. Somit sind diese Schmuckstücke wirkliche Unikate. Sie sind Erinnerungsstücke, die uns für alle Zeit die Nähe unserer verstorbenen Mitmenschen schenken.

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