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Die 11 größten Medizin-Mythen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:38
Wenn es um den Körper geht, bekommt der Mensch mehr gute Ratschläge, als er verdauen kann.

Wenn es um den Körper geht, bekommt der Mensch mehr gutgemeinte Ratschläge, als er verdauen kann. Das Schlimme ist, dass es sich hierbei häufig um Mythen handelt, die bereits lange widerlegt sind oder bereits die Logik sagt: „Hier stimmt was nicht!“

Warum diese Tipps und Warnhinweise sich dennoch so hartnäckig halten, wird nie jemand herausfinden. Fakt ist: Wenn schon nicht zum Gesundwerden, so sind sie allemal zum Schmunzeln zu gebrauchen.

1. Cola und Salzstangen helfen bei Durchfall

Besser gesagt, sie sind nette Begleiter an einem Tag, an dem sich niemand weiter traut, als bis auf die Couch vor den Fernseher.

2. Ein kühles Steak hilft gegen blaue Flecken

Nicht auszuschließen. Allerdings hilft ein Steak gegen Hunger wesentlich mehr, und der gestoßene Ellbogen wäre über den Besuch eines Kühlpads weit mehr erfreut.

3. Ohne Pflaster heilen Wunden schneller

Nur weil Luft an die Wunde kommt, heißt das noch lange nicht, dass sie verschwindet wie im Flug.

4. Stillende Frauen können nicht schwanger werden

Die Gelegenheiten dazu werden wahrscheinlich seltener, das stimmt. Gleich den veränderten Hormonspiegel zu verurteilen, der sich bei stillenden Frauen zeigt, ist freilich ein eher unsportliches Verhalten.

5. Zahnpasta hilft gegen Pickel

Wer sich so unverschämt in seiner vollen Pracht mitten ins Gesicht setzt, wenn man ihn am wenigsten gebrauchen kann, wird wohl kaum flüchten, bloß weil es mal kurz nach Menthol riecht.

6. Lesen mit der Taschenlampe schadet den Augen

Gewiss schadet es den Batterien; sie können daran sogar zugrunde gehen. Die Augen werden bei Schummerlicht lediglich schneller müde. Dass sie sich dann weigern, klar zu sehen, kann ihnen bestimmt niemand verübeln.

7. Mit Strohhalm wird man schneller betrunken

Mag womöglich an dem hochprozentigen Cocktail liegen, in dem dieser Strohhalm steckt. Die Tatsache, dass die bunten Stäbchen in Bierflaschen eher selten zu finden sind, ist sicher nicht der Grund, warum man hier auch nach der Dritten noch stehen kann.

8. Von Rote Beete bekommt man gutes Blut

Fakt ist: von Rote Beete bekommt man rote Flecken auf dem Küchentuch. Gut fürs Blut ist eher eisenhaltiges Gemüse; doch wollte offensichtlich niemand zugeben, dass der höchste Eisengehalt in weißen Bohnen und Linsen steckt.

9. Bei Nasenbluten Kopf nach hinten

Das Einzige, das sich hiermit bewirken lässt, ist Brechreiz. Wer sein Blut lieber nicht schlucken möchte, sollte den Kopf nach vorne beugen und das Blut in ein Tempotaschentuch fließen lassen. 

10. Kaugummi bleibt im Magen kleben

Wenn Kaugummi kleben bleibt, dann an Schuhsohlen. Unser Magen lässt sich so etwas nicht gefallen; er scheidet alles, was unverwertbar ist, auf direktem Wege wieder aus.

11. Ein Schnaps sorgt für bessere Verdauung

Wenn überhaupt, sollten es gleich mehrere Schnäpse sein. Die sorgen dafür schneller vergessen zu können, wenn man schon wieder für zwei gefuttert hat.

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