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Die 5 zufälligsten Entdeckungen der Wissenschaft

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:38
Für eine große Erfindung bedarf es eines scharfen Intellekts und jahrelanger harter, durchdachter Arbeit. Zumindest ist das in den meisten Fällen so...

Für eine große Erfindung bedarf es eines scharfen Intellekts und jahrelanger harter, durchdachter Arbeit. Zumindest ist das in den meisten Fällen so, doch sie werden sich wundern wie viele, heute besonders wichtige Erfindungen, eigentlich nur durch einen Zufall entdeckt und zum Teil sogar mit einem Nobelpreis belohnt wurden.

Penicillin

Einer der bekanntesten Geschichten ist die von Alexander Fleming und dem von ihm zufällig entdeckten keimtötenden Pilz Penicillium. Im Jahre 1928 arbeitete der Bakteriologe mit verschiedensten Bakterien, die in Petrischalen gelagert waren.

Anscheinend hat er aber vor seinem Urlaubsantritt vergessen, sein Labor restlos aufzuräumen und ließ so unabsichtlich eine volle Petrischale stehen und kehrte erst 3 Wochen später wieder an seinen Arbeitsplatz zurück. Wieder in seinem Labor bemerkte er, dass sich in der Petrischale keine Spur von den Bakterien mehr befand sondern nur ein vergammelt aussehender Pilz. Die keimtötende Wirkung desselben war entdeckt.

 

Vulkanisation von Gummi

Die heute sehr bekannte Autoreifenfirma Goodyear, ist nach dem 1800 geborenen Chemiker Charles Goodyear benannt. Dieser arbeitete lange Zeit daran Kautschuk widerstandsfähiger zu machen, um ihn vielseitiger einsetzen und besser bearbeiten zu können.

Das Problem war, dass der Stoff sehr hitze- und kälteempfindlich war und bei extremen Temperaturen zu klebrig und weich,beziehungsweise zu starr und brüchig. Eines Tages fiel ihm bei seinen Experimenten aus Missgeschick eine Schwefel-Kautschuk Mischung auf eine heiße Herdplatte und das überraschende Ergebnis war eine trockene und dauerhaft elastische Substanz, nämlich Gummi. Goodyear hatte die Vulkanisation entdeckt.

 

Mikrowellen

Percy Spencer arbeitete eigentlich an Magnetrons zur Erzeugung von Radarwellen, für den Einsatz in militärischen Flugzeugen. Es war schon bekannt, dass das Magnetron eine gewisse Wärme ausstrahlte, aber das Ausmaß erkannte Spencer erst als er sich einem eingeschalteten Magnetron näherte und bemerkte, dass der Schokoriegel in seiner Hosentasche plötzlich zu schmelzen begann. Er erkannte das Potenzial und die Idee für den Mikrowellenherd war geboren.

 

Viagra

Etwa die Hälfte aller Männer zwischen dem 40. und dem 70. Lebensjahr leiden an erektiler Dysfunktion, der Geist ist willig aber das Fleisch ist schwach. Dass das rettende Medikament Viagra aber überhaupt entstanden ist, verdanken die betroffenen Männer eher einem Zufall. Es ist nämlich ein Zufallsprodukt, das entstanden ist als der Pharmakonzern Pfizer an einem Medikament arbeitete, das den Herzmuskel besser durchbluten sollte. Der verwendete Wirkstoff Sildenafil tat dies auch, allerdings war das Herz nicht das einzige, das davon betroffen war.

 

Porzellan

Ursprünglich wurde das besonders wertvolle Geschirr im Jahr 620 in China erfunden, doch die Herstellung wurde wie ein Staatsgeheimnis gehütet. So konnten sich Normalsterbliche Porzellan gar nicht leisten, es war reichen Adeligen und Fürstenhäusern vorbehalten.

Erst 1000 Jahre später entdeckte Johann Friedrich Böttger, ein Alchimist, durch Zufall wie man das Geschirr aus relativ einfachen Mitteln herstellen konnte. Ursprünglich sollte er für den Kurfürsten Gold herstellen und falls ihm das nicht gelingen sollte, wurde ihm mit dem Galgen gedroht.

In seiner Verzweiflung versuchte er also viele verschiedene Bestandteile miteinander zu vermengen, um diese unmögliche Tat zu vollbringen und stieß so plötzlich auf Porzellan, als er Tonerde und andere Bestandteile fein zermahlte, mit Wasser mischte und anschließend brannte. Durch die Entdeckung der richtigen Zusammensetzung der Bestandteile war das Ergebnis also praktisch so wertvoll wie Gold und Böttger entging dem Galgen.

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