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Die griechische und die römische Mythologie - Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:12
Sie sind uns bekannt, die Namen der griechischen und römischen Götter...
Jupiter, Zeus, Aphrodite und Venus, um nur einige zu nennen. Doch wie hängen sie zusammen? Ist Zeus griechisch und Jupiter römisch oder handelt es sich dabei um ein und denselben Gott? Was zunächst kompliziert klingt, lässt sich leicht zusammenfassen.

  • In der ursprünglichen griechische Mythologie wurden die Welt und ihre Teile personifiziert. Die Welt entstand demnach zeitgleich mit den Göttern bzw. die Welt war ein Teil der Götter und die Götter ein Teil der Welt.
  • Die ursprüngliche römische Mythologie war eine Bauernreligion, in der die Natur personifiziert wurde und Opferrituale eine große Rolle spielten.
  • Über die griechische und römische Mythologie existiert eine Menge Literatur, die sich eingehender mit den Besonderheiten der jeweiligen Mythologie beschäftigen.

Mythologie im Vergleich

Wer heutzutage von der griechischen oder römischen Mythologie spricht, meint meist die Geschichten rund um die Olympischen Götter bzw. die Dei Consentes. Dabei handelt es sich um die gleichen Götter, die jedoch von den beiden verschiedenen Kulturen mit unterschiedlichen Namen, aber ähnlichen Eigenschaften ausgestattet wurden.

  1. Ursprünglich waren die Olympischen Götter die zwölf Hauptgötter der griechischen Mythologie. Diese residierten laut Sage auf dem Olymp, dem höchsten Gebirge Griechenlands. Bei den Olympischen Göttern handelt es sich um Zeus, Hera, Athene, Poseidon, Demeter, Apollon, Artemis, Ares, Aphrodite, Hermes, Hephaistos und Hestia. Jeder der Götter besaß eine bestimmte Eigenschaft. Die im Folgenden genannten Eigenschaften sind nur Beispiele. Jeder Gott besaß noch weitere, ihn kennzeichnende Eigenschaften.
  2. So war Zeus der Göttervater und Herrscher über den Himmel. Hera war seine Gattin und Göttin der Familie. Athene war die Göttin der Künste und Wissenschaften. Poseidon war der Gott des Meeres, Demeter die Göttin der Fruchtbarkeit. Apollon war der Gott der Poesie und Artemis die Göttin der Jagd. Aphrodite war die Göttin der Liebe und Schönheit. Ares der Gott des Krieges. Hermes war der Götterbote und Gott der Reisenden, Hephaistos der Gott der Schmiedekunst und Hestia die Göttin des Herdfeuers.
  3. Die griechische Mythologie war geprägt von Geschichten und Mythen über die Götter und Helden des antiken Griechenlands. Auch spielten Halbgötter, Menschen und Ungeheuer eine große Rolle in der griechischen Mythologie.
  4. Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr.  nahmen die Römer die olympischen Götter in ihre Mythologie auf und verehrten sie auf dem Forum Romanum in einem Tempel. Hier hießen sie nun Jupiter, Juno, Minerva, Neptun, Ceres, Apollo, Diana, Mars, Venus, Mercurius, Vulcanus und Vesta, besaßen jedoch die gleichen Eigenschaften wie ihr griechisches Pendant.
  5. Des Weiteren waren die verschiedenen Götter sowohl in der griechischen als auch in der römischen Mythologie zuständig für bestimmte Ereignisse im Leben zuständig.
  6. Beide Kulturen ehrten ihre Götter mit Ritualen, stellten Abbilder von ihnen in Form von Statuen dar und widmeten ihnen Tempel.

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