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Letztes Update am 06.02.2015, 12:52
Der Einzelhandel dominiert die Lehrlingsstatistik bei jungen Frauen.

Während bei den Burschen vor allem technische Berufe, wie die Metallverarbeitung oder die Elektrotechnik punkten können, sieht die Lage bei den Mädchen etwas anders aus. Laut Lehrlingsstatistik der Wirtschaftskammer sind die meisten weiblichen Lehrlinge – mit etwa 10.000 Stellen – im Einzelhandel zu finden. Die restlichen ‚Stockerplätze‘ gehen an die Bürokauffrau und die Stylistin, mit je über 4.000 Stellen.

Qualität setzt sich durch

Gerade bei solchen Trendberufen aus den Bereichen Handel, Medien und Beauty ist die Konkurrenz natürlich dementsprechend groß. Dennoch gilt: Wer engagiert und interessiert ist, wird sich am Ende durchsetzen und die Lehrstelle der Träume ergattern können. Mädchen, die eine bestimmte Sparte, sei es nun Medien oder Beauty und Fashion, als ihre Leidenschaft betrachten, haben grundsätzlich Vorteile gegenüber jenen, die beispielsweise einfach nur einen traditionellen Frauenberuf ausüben wollen.

Dies bestätigt auch Job-Experte Daniel Söllner in der Münchner ‚Abendzeitung‘. „Tätigkeiten, Hobbys und Interessen, die sich mit der Ausbildungsstelle in Verbindung bringen lassen oder die Leistungsbereitschaft zeigen, sollte man unbedingt angeben“, rät Söllner. Der Experte weist auch darauf hin, dass sogenannte ‚Soft Skills‘, wie Teamgeist und Kommunikationsfähigkeit, in Lehrberufen eine immer größer werdende Rolle spielen.

Mädchen: Top-Lehrberufe im Fokus

Zu den eingangs erwähnten ‚Lieblingslehrberufen‘ österreichischer Mädchen ist anzumerken, dass der Einzelhandel eine sehr facettenreiche Branche mit vielen Sparten ist. Hier haben junge Frauen die Möglichkeit, diesen Job mit anderen Interessen – zum Beispiel Beauty oder Parfümerie – zu kombinieren. Das liegt genauso im Trend, wie Stellen im Medien- und Kommunikationsbereich. Unterrepräsentiert sind Frauen nach wie vor in technischen Berufen.