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Dispersion, Suspension und Emulsion - Unterschied?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
In der Chemie gibt es für die Vermischung mehrerer Stoffe miteinander unterschiedliche Begriffe

In der Chemie gibt es für die Vermischung mehrerer Stoffe miteinander unterschiedliche Begriffe, abhängig von der Beschaffenheit der einzelnen Substanzen. So gibt es z.B. die Ausdrücke der Dispersion, der Suspension und der Emulsion. Im Folgenden wird die jeweilige Bedeutung der 3 Begriffe näher erklärt.

Wichtige Begriffe

Heterogen: Unterschiedlich Stoffe im Hinblick auf die Beschaffenheit und die Menge der einzelnen Stoffe. Z.B. Wasser und Öl oder Luft und Eis.

Homogen: Diese Stoffe sind gleich in Ihren Eigenschaften, haben z.B. die gleiche Dichte oder denselben Aggregatszustand (fest, flüssig oder gasförmig). Beispiele: Wasser und Ethanol oder Sauerstoff und Helium oder Gold und Silber.

Dispersion, Suspension und Emulsion

Dispersion

  • Bei einer Dispersion handelt es sich um ein Gemisch aus mindestens 2 heterogenen Stoffen, welche sich nicht ineinander auflösen (z.B. flüssig und fest oder Gas und Feststoff). Wichtig dabei ist, dass einer der Stoffe seine Masse behält, während der andere in kleinen Partikeln in dem 2. Stoff verteilt wird.
  • Beispiel: Milch oder Kakao
  • Ein Unterbegriff bzw. eine Phase einer Dispersion ist die Suspension.

Suspension

  • Unter einer Suspension versteht man ein Gemisch aus 2 hinsichtlich einiger Merkmale uneinheitlichen Stoffen. Der eine ist ein flüssiger Stoff, der andere ein fester, von welchem kleine Partikel im flüssigen Stoff verteilt werden und darin schwimmen.
  • Beispiel: Aufgeschlämmter Sand im Meer, Blut oder Orangensaft
  • Nach einer gewissen Zeit sinkt der Feststoff (da dieser eine größere Partikeldichte aufweist) langsam auf den Grund. Dieser Vorgang wird Sedimentation genannt. Danach kann der flüssige Stoff einfach abgegossen werden und zurück bleibt der Feststoff. Je nach Bedarf ist es möglich den Vorgang des Herabsinkens durch Tixotropiermitteln zu verlangsamen oder durch Hinzugabe von Flockungsmitteln zu beschleunigen.
  • Mit einem Sedigraphen ist es zudem möglich, die genaue Geschwindigkeit des Vorgangs zu messen. Je größer die Zähflüssigkeit bzw. je kleiner die Partikeldichte ist, desto länger dauert es.
  • In einer Zentrifuge, darin wird das Gemisch mit einer großen Geschwindigkeit in kreisförmiger Bewegung geschleudert, wird die Sedimentation beschleunigt (Alltagsbeispiel: Waschmaschine beim Auswringen, da hier die Flüssigkeit vom festen Stoff, der Wäsche, getrennt wird).

Emulsion

  1. Phase: Innere - oder disperse Phase. Hierbei bildet der eine Stoff im anderen Tröpfchen (Öl in Wasser).
  2. Phase: Äußere - oder kontinuierliche Phase. Hier schwimmen die Tröpfchen in der Flüssigkeit. 
  • Durch Zugabe von Emulgatoren wird der Vorgang der Emulsion beschleunigt und diese helfen dabei, dass sich die Stoffe nicht wieder entmischen, indem einer der Stoffe z.B. auf der Oberfläche schwimmt.
  • Beispiel: Milch, Wasser und Öl oder Mayonnaise
  • Wird eine Suspension z.B. zu einer Emulsion, dann wird dies Suspo-Emulsion genannt.

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