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Dreikönigstag - Ursprung und Brauch des Sternsingens?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:52
Von Weihnachten bis zum "Dreikönigstag", dem 6. Januar, ziehen sie zu dritt von Haus zu Haus.

Von Weihnachten bis zum sogenannten "Dreikönigstag", dem 6. Januar, ziehen sie zu dritt von Haus zu Haus, siegen kirchliche Lieder und segnen die Häuser: die Sternsinger, Symbol der Heiligen drei Könige. Mit sich führen sie einen Stab, an dessen Spitze ein Stern befestigt ist: eine Erinnerung an den Stern von Bethlehem, der den Weg zur Krippe wies.

Wer waren die "Heiligen drei Könige"?

  1. In der Bibel ist in der Weihachtsgeschichte von drei Weisen aus dem Morgenlang zu lesen, die Jesus nach seiner Geburt Geschenke brachten. 
  2. Dabei gibt es bezüglich ihrer Bezeichung und Anzahl unterschiedliche Ansichten über die heiligen drei Könige. 
  3. Mal sind sie Weisen, mal Magier oder Sterndeuter, mal sind es drei, ein anderes Mal sogar zwölf! In Deutschland hat sich mittlerweile die Tradition von drei Sternsingern eingebürgert, die drei weise Männer repräsentieren, die Jesus die Ehre erweisen wollen. 


Woher kommt die Tradition der Sternsinger?

  1. Die ersten Sternsinger traten vermutlich im Mittelalter auf. Dabei handelte es sich um Schüler, die - damals oft finanziell nicht gerade üppig ausgestattet - um die Silvesterzeit herum vor Klöstern oder den Häusern kirchlicher Würdenträgern um Spenden baten. 
  2. Doch auch Kinder ärmerer Familien zogen bis ins 20. Jahrhundert von Haus zu Haus und baten um Spenden in Form von Naturalien. Je nach eigener finanzieller Situation bekamen sie von den Gläubigen Obst oder auch etwas Gebäck. 
  3. Mitte des 20. Jahrhunderts kombinierte der Bund der Deutschen Katholischen Jugend die frühere Tradition dann mit wohltätigen Zwecken. 
  4. Ziel der Sternsinger war es von da an, Geld für soziale Organisationen und Einrichtungen zu sammeln. Mithilfe des gesammelten Geldes werden Kinder und Jugendliche in aller Welt unterstützt. 


Wofür steht der Schriftzug "C+M+B"?

  1. C+M+B in Kombination mit der Jahreszahl steht keinesfalls - wie oft vermutet - für die Namen der drei heiligen Könige (Caspar, Melchior und Balthasar), sondern für den lateinischen Schriftzug: "Christus mansionem benedicat" (Christus segnet dieses Haus). 
  2. In Gegenden, in denen die Bevölkerung vorwiegend katholisch ist, wird das Haus zudem mit Weihrauch beräuchert und der - eben genannte - Segen mit geweihter Kreide oben an die Haustür geschrieben. 
  3. Der Segen dient dazu, das Böse von dem gesegneten Haus abzuwenden und wird auch heute noch - zum Dank für die Spende - verliehen. 

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