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Entscheidungskriterien: Uni oder FH?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Für viele angehende Studenten ist nicht nur die Frage nach dem passenden Studiengang eine Hürde.

Für viele angehende Studenten ist nicht nur die Frage nach dem passenden Studiengang eine Hürde, sondern auch die Frage danach, welche Art von Hochschule am besten für einen geeignet ist. Uni oder FH - beides hat seine Vor- und Nachteile und genau wie bei der Studienfachwahl gibt es auch hier individuelle Unterschiede. Wie kannst du entscheiden, welche Hochschulform am besten zu dir passt?

Checkliste - was ist zu beachten?

  • Welchen Beruf strebst du an? Bestimmte Berufe verlangen einen Abschluss an einer Universität (z.B. Lehrer, Arzt oder Anwalt)
  • Wie möchtest du arbeiten? Lernst du gerne eigenständig und kannst gut mit großen Lerngruppen umgehen oder bevorzugst du ein schulähnliches Modell?
  • Lasse dich nicht aus der Ruhe bringen von Leuten, die sagen, eine Fachhochschule sei schlechter angesehen, als eine Universität. Das hängt immer von dem jeweiligen Studiengang und auch von dem jeweiligen Arbeitgeber später ab.
  • Sieh dir die Internetseiten der jeweiligen Hochschulen und die Fachbeschreibung deines Studiengangs an. Oftmals findest du so heraus, welche Hochschule am besten zu deinen Interessen passt.

Die Unterschiede zwischen Uni und FH

Man kann nicht sagen, das eine sei besser als das andere. Fachhochschulen z.B. rühmen sich damit, sehr praxisnah und in kleinen Lerngruppen zu unterrichten. An Universitäten hingegen kommt es nicht selten vor, dass man sich in einem Hörsaal mit 200 Mitstudierenden wiederfindet. Dementsprechend wird hier auch mehr Eigeninitiative und Selbstdisziplin verlangt. Wer also ein schulähnliches Unterrichtskonzept bevorzugt, ist vielleicht an der Fachhochschule besser aufgehoben. Diese unterschiedlichen Unterrichtsweisen sind der Hauptunterschied zwischen Uni und FH. Du solltest dich bei der Entscheidung also darauf konzentrieren, welche Art des Studierens dir lieber ist.

Es gibt allerdings Ausnahmen, bei denen man sich, ungeachtet der Unterrichtsform, für eine Universität entscheiden sollte. Berufe wie Arzt, Anwalt oder Lehrer verlangen im Regelfall einen Abschluss an einer Uni. Typische Fächer, die du sowohl an der Fachhochschule, als auch an einer Universität studieren kannst, sind z.B. BWL, Maschinenbau und künstlerisch-gestalterische Fächer, wie Design und Architektur. Hierbei ist es dir überlassen, ob du dich für Uni oder FH entscheidest. Von Aussagen wie „Universitäten haben ein besseres Ansehen, als Fachhochschulen“ solltest du dich nicht aus der Ruhe bringen lassen, denn sie sind viel zu pauschal. Das Ansehen einer Hochschule gründet sich auf andere Dinge, wie z.B. die Leistung des Lehrpersonals, die Beträge zur aktuellen Forschung oder der internationale Ruf.

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