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Ergebnisse der Wahl in Italien 2013? - Das sind sie

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:18
Am 24. und 25. Februar waren die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen...

Am 24. und 25. Februar waren die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ihre Stimme bei der Wahl in Italien 2013 abzugeben und kamen diesem Aufruf mit einer Wahlbeteiligung von 75 Prozent nach. Die vorgezogene Wahl in Italien 2013 war nötig, da der Ministerpräsident Mario Monti im Dezember 2012 zurückgetreten war. Dies war eine Reaktion darauf, dass Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi Montis Regierung die Unterstützung entzogen hatte. Der italienische Präsident Giorgio Napolitano löste das Parlament daraufhin auf.

Ergebnis und Auswirkungen

  • Nach der amtlichen Auszählung der Stimmen bei der Wahl in Italien 2013 erhielt Pier Luigi Bersani mit seinem Mitte-Links-Bündnis 29,54 Prozent und lag damit knapp vor Silvio Berlusconis konservativem Bündnis mit 29,18 Prozent. Die 5-Sterne-Bewegung von Beppe Grillo wurde stärkste Einzelpartei im Abgeordnetenhaus mit sensationellen 25,6 Prozent.
  • Montis Bündnis der Mitte erreichte lediglich 10 Prozent, mit denen sich der ehemalige Ministerpräsident aber zufrieden zeigte. Seine Partei war erst vor circa 50 Tagen gegründet worden.
  • Dieses Ergebnis bei der Wahl in Italien 2013 führte nun zu einem Patt, da keines der Bündnisse regierungsfähig ist, und die Länder der Euro-Zone haben sehr bestürzt reagiert. Das Wahlrecht in Italien ist recht kompliziert, nachdem es von Berlusconi in seiner letzten Regierungszeit geändert wurde. Eine regierungsfähige Partei oder ein Bündnis muss im Abgeordnetenhaus und im Senat die Mehrheit besitzen. Dies ist zurzeit nicht der Fall.
  • Alle Augen richten sich auf den Giorgio Napolitano, der die Richtung für eine neue fähige Regierung nach der Wahl in Italien 2013 einschlagen muss. Am wahrscheinlichsten erscheint eine Übergangsregierung mit anschließenden Neuwahlen.
  • Eine große Koalition der Bündnisse von Bersani und Berlusconi wird als unwahrscheinlich angesehen. Bersani reicht aber auch eine Koalition mit Montis Bündnis der Mitte nicht für eine Regierung. Beppe Grillo hat bislang alle Koalitionen ausgeschlagen, obwohl gerade seine Partei es war, die Bersani die Stimmen abgeworben hat. 
  • Italien, das hoch verschuldet ist und mit einer schweren Rezession kämpft, braucht schnell eine stabile Regierung, die sich konsequent mit den wirtschaftlichen Problemen auseinandersetzt.
  • Die erneute Kandidatur für die Wahl in Italien 2013 des ehemaligen Ministerpräsidenten Berlusconi hatte für große Aufregung gesorgt, sein großer Stimmenanteil bei der Wahl erzeugt in der Euro-Zone große Besorgnis. Napolitano wird in den nächsten Tagen eine Entscheidung treffen müssen, die hoffentlich zur Stabilisierung Italiens beiträgt.

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