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Fairtrade - Hintergründe dieses Konzepts?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:25
Der Begriff Fair Trade entstand Ende der 1950 Jahre.
Hintergrund des Konzeptes: man wollte Entwicklungshilfe nicht mehr nur auf Spendenebene betreiben. Entwicklung soll durch die Etablierung von Handelsbeziehungen mit bedürftigen bzw. benachteiligten Gemeinschaften entstehen. Das Fair Trade Konzept, das mit Kaffee begonnen hat, wurde auf unzählige Produkte und Waren ausgeweitet. Das weltweit bekannte türkis-grüne Logo von Fair Trade ist ein Siegel für „fairen Handel“, das gegen unzumutbare Arbeits- und Produktionsbedingungen anzukämpfen versucht. Produkte die das Fair Trade Logo tragen, werden aus nachhaltigen, lokalen Ressourcen gewonnen. Es gibt genau festgesetzte Kriterien, die erfüllt werden müssen, um das Siegel zu erhalten. 

Wofür steht Fair Trade bzw. was verspricht Fair Trade?

    1. Die Produzent/innen schließen sich zu kooperativen Organisationen zusammen. Für solche Kooperativen, gibt es finanzielle Zuschüsse sprich, Prämien.  Solche Zusammenschlüsse oder sozialen Projekte, sind politisch unabhängig und die Entscheidungen werden demokratisch getroffen. Das heißt: eine auserwählte Person entscheidet, was mit dem Geld gemacht wird. Das Geld wir z.B. für den Bau von Krankenhäusern, Schulen,… verwendet.
    2. Abgesehen von den wirtschaftlichen Vorteilen die Fair Trade verspricht, gibt es noch andere wichtige Aspekte. Fair Trade steht nicht nur für einen „fairen Preis“, sondern auch für Gleichberechtigung, Toleranz und Respekt. Das Konzept verspricht, weder Mensch, Land noch Tier auszubeuten.  Es  gibt keine Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder ethnischer Zugehörigkeit und auch die Arbeit von Kindern ist verboten.
    3. Fair Trade Produzent/innen erhalten Lese- und Schreibkenntnisse und andere wichtige Grundkenntnisse in Betriebsführung, Buchhaltung etc. Sie bekommen die Chance, ihr Leben selbst zu gestalten worauf viele der Fair Trade Produzent/innen sehr stolz sind. Sie werden mit Respekt behandelt und ihr Selbstwertgefühl gesteigert. 
    4. Ein weiter Aspekt, ist der Umweltfaktor. Umweltschädigende Anbauweisen haben mit Fair Trade nichts zu tun. Der Einsatz von Chemikalien ist streng geregelt und auf Pestizide wird weitgehend verzichtet. Alternative Schädlingsbekämpfung und die Reduzierung von Treibhausgasen gehören zu den Fair Trade Umweltstandards.  
    5. Im Mittelpunkt des Fair Trade Konzeptes, steht aber immer der Mensch.  

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