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"Freeganer" - Welche Lebenseinstellung verbirgt sich dahinter?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:49
Freeganer lehnen eine kapitalistische Gesellschaftsordnung ab.

Vermutlich haben viele schon oft einen Freeganer gesehen, durch mangelnde Aufklärung jedoch entweder ignoriert oder teilweise sogar beschimpft. Für den Großteil der Bevölkerung sind es einfach nur im Müll wühlende Menschen von denen man seine Kinder lieber weg zieht. Hinter diesem falschen Eindruck steckt allerdings lediglich ein allumfassend ethischer Lebensstil.

  1. Freeganer lehnen eine kapitalistische Gesellschaftsordnung ab. 
  2. Sie sind unter anderem gegen Massentierhaltung, Umweltverschmutzung und die ungeheure Menge an Müll und Abfall die täglich produziert wird.
  3. Als Freeganer versucht man weitgehend von dem zu leben was andere nicht mehr benötigen. Nicht etwa aus finanzieller Not wie zum Beispiel Obdachlose sondern mit dem Hintergrund die negativen Einflüsse auf die Umwelt durch die heutige Konsumgesellschaft zu verringern. 
  4. Als Unterkunft werden beispielsweise leerstehende Gebäude genutzt. Haushaltsgegenstände oder Kleidung die zwar noch vollkommen in Ordnung sind, dennoch weggeschmissen werden, sind unter Freeganern gern gesehen. 
  5. Wahrscheinlich könnte jeder jenseits der 50 bestätigen das er mit dem "alten Kram" den er im Laufe der Jahre einfach durch besseres und neueres eingetauscht hat locker 5 weitere Haushalte hätte aufbauen können ohne tatsächlich in einem dieser weniger modernen Haushalte auf etwas verzichten zu müssen. 
  6. Schwieriger wird es für den Freeganer beim Thema Nahrung. Meist werden Obst, Gemüse, Brot aber auch andere Nahrungsmittel aus Mülltonnen der Supermärkte "geborgen". 
  7. Ohne Frage, was dort landet ist nicht automatisch schlecht. Oft ist die Ware aufgrund fast lächerlicher Dinge nicht mehr für den Verkauf geeignet, das Brot eventuell nur etwas zusammen gedrückt. 
  8. Jedoch lauern hier auch Gefahren die diese Art der Lebensmittelbeschaffung nicht risikofrei glänzen lassen. 
  9. Angefangen bei Schimmel entstehen in Containern auch krebserregende Mykotoxine- hier ist auch die Aufnahme geringer Mengen über einen längeren Zeitraum kritisch. 
  10. Hinzu kommt der Nährstoffverlust gerade bei Obst und Gemüse der durch die lange Lagerung entsteht. 
  11. Nach Möglichkeit sollten daher vorrangig saisonale und regionale Lebensmittel verzehrt werden. Sie sollten gründlich gewaschen, auf Schimmelpilze untersucht und gegebenenfalls aussortiert werden. 
  12. Freeganer haben es bestimmt nicht leicht in einer Gesellschaft wie unserer, man kann nur hoffen das diese Art zu leben in Zukunft respektiert und bestenfalls auch unterstützt wird.

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