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Internationaler Frauentag – Geschichtlicher Hintergrund

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:18
Die Amerikanerin May Wood-Simons brachte die Idee des Internationlen Frauentages mit zur Zweiten

Die geschichtlichen Hintergründe

  • Die Amerikanerin May Wood-Simons brachte die Idee des Internationlen Frauentages mit zur Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz von Kopenhagen. In den USA hatte man zu diesem Zeitpunkt schon zwei Frauentage in den USA absolviert.
  • 1908 wurde durch die Frauen der Sozialistischen Partei Amerikas der erste nationale Kampftag zur Frauenstimmberechtigung initiiert. 1909 wurde der erste Frauentag der USA mit großem Erfolg absolviert. 1910 wurde dieser Wiederholt.
  • Auf der Frauenkonferenz in Kopenhagen, die am 27. August 1910 stattfand, waren die beiden deutschen Sozialistinnen Clara Zetkin und Käte Duncker begeistert von dieser Idee.
  • Sie setzten sich für den Internationlen Frauentag ein und forcierten einen Beschluss.
  • Schon am 19. März 1911 wurde in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz der erste Internationle Frauentag begangen.
  • Das beherrschende Thema des Frauentages war die Forderung nach freien, geheimen und gleichen Wahlrecht für die Frau. Die Sozialdemokraten waren die erste Partei, die sich schon vor 1900 für ein Frauenwahlrecht aussprach.
  • Da die SPD durch den ersten Internationalen Frauentag ziemlich profitierte, wollte man auch 1912 einen Frauentag durchführen. Dieser wurde am 12. Mai unter noch größere Beteiligung gefeiert.
  • In den nächsten Jahren setzte sich der Internationle Frauentag immer mehr durch, auch wenn er in anderen Parteikreisen noch auf ziemliche Ablehnung stieß.
  • Der Erste Weltkrieg führte zu einer Veränderung des Themas. Das weibliche Wahlrecht stand nun im Hintergrund. Der Internationale Frauentag wurde zum Aktionstag gegen den Krieg.
  • Dies durften jedoch nicht offen gezeigt werden, denn kritische Veranstaltungen waren im Ersten Weltkrieg nicht erwünscht. Somit lagen Teile des Internationalen Frauentages in den Kriegsjahren in der Illegalität.
  • 1917 gab es massiven Streit in der SPD. An der Frage der Unterstützung des Krieges entzündet zerbrach die Partei in zwei Teile. Der enttäuschte Teil der Sozialisten gründete die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands.
  • Diese beschloss auch direkt, den Frauentag fortzuführen. Die linken Kräfte in der USPD bereiteten jedes Jahr den Frauentag vor. Zum 100. Geburtstag von Karl Marx wurde der Frauentag auf den 5. Mai gelegt.
  • 1917 wurde auch die Februarrevolution in Sankt Petersburg ausgelöst. Arbeiterfrauen, Bauernfrauen und Soldatenfrauen der armen Stadtviertel gingen in den Streik.
  • Auf der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen 1921 in Moskau wurde der 8. März als internationaler Gedenktag zur Ehrung der Frauen der Revolution eingeführt.
  • Einige Quellen beschreiben sogar, dass Lenin selbst den 8. März zum Internationalen Frauentag ernannte.

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