Foto: spirit of america / Shutterstock.com

Inwieweit ist Hurrikan Sandy als ein soziologisches Phänomen zu betrachten?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:13
Wenn die Natur zuschlägt: "Kyrill", "Katrina" und erst kürzlich "Sandy".

Wenn die Natur zuschlägt: "Kyrill", "Katrina" und erst kürzlich "Sandy". Wenn diese Bezeichnungen fallen weiß jeder einzelne von uns, was gemeint ist: Es geht um Naturkatastrophen - Naturkatastrophen, die das Leben vieler verändert oder sogar zerstört haben. Umso verständlicher, dass die Angst vor der Natur selbst stetig wächst, denn die Abstände zwischen den Stürmen und den resultierenden Folgeschäden sind alles andere als berechenbar. Und trotzdem brachte der Hurrikan "Sandy" ein soziologisches Phänomen in der Ära-Obama hervor.

  • Zurzeit herrscht in den amerikanischen Staaten bezüglich der Naturkatastrophe "Sandy" ein finanzieller und zugleich politischer Streit.
  • Der Wetterdienst der vereinigten Staaten übernimmt die Analyse jeglicher auftretender Naturunglücke.
  • Das Wesentliche bei der Einschätzung einer Naturkatastrophe sind die Windgeschwindigkeiten.
  • Bei "Sandy" kam es aber zu verschiedenen Einstufungen, die nun enorme Streitigkeiten zwischen Regierung und Bürgern hervorgerufen haben.
  • Zuerst galt "Sandy" als Hurrikan, wurde dann aber als Tropensturm heruntergestuft.
  • Das hat die bittere Folge, dass wahrscheinlich alle US-Haushalte die Schäden, die von "Sandy" verursacht wurden, selber tragen müssen.
  • Dabei ist es wohl mehr als klar, dass jeder einzelne Bürger verärgert und vor allem verzweifelt ist. Immerhin wächst Geld nicht auf Bäumen.

  • Um den Phänomengedanken aus unserer Sicht zu verstehen ist es nötig, die unzähligen Berichte über den Hurrikan "Sandy" und den Wahlkampf zwischen Mitt Romney und Barack Obama mitverfolgt zu haben via Handy, Fernseher oder jeglichen anderen Medien.

Auswirkungen auf die Präsidentschaftswahl

Kommen wir zu den Fakten, weswegen "Sandy" für uns als soziologisches Phänomen in der angekratzten Wahlperiode von Präsident Obama gilt:

  1. Wer die Medien vor dem Hurrikan mitverfolgt hat, wird bestätigen können, dass Romney laut Umfrageergebnissen bei den Wählern weiter vorne als Obama lag. Einige Wähler bestätigten sogar die Aussage, am Wahltag für Mitt Romney als Präsident zu stimmen!
  2. Auch in den veröffentlichten TV-Duellen, welche sich Obama und Romney lieferten, schwächelte der derzeitige Präsident um einiges.
  3. Kurz vor dem alles entscheidenden Tag sah es um Barack Obama als erneuter Gewinner nicht gut aus. Romney hingegen zog die Medien auf sich und begeisterte durch gut ausgewählte Wahlsprüche. Besonders emotional wurde es, als er Unterstützung von seiner Ehefrau bekam.
  4. Ein paar Tage vor der Präsidentschaftswahl erzitterte die amerikanische Bevölkerung: Es war der Tag, an dem der Hurrikan "Sandy" durch das Land wütete.
  5. Die Menschen waren verzweifelt, verloren ihr gesamtes Hab und Gut und einige sogar noch viel mehr: Ihre Familienmitglieder.
  6. Es war ein harter Schicksalsschlag für viele. Und es waren Tage, an denen Präsident Obama bewies, wie wichtig ihm das gesamte Volk ist:
  7. Ständig tauchte Barack Obama im amerikanischen Fernsehen auf, hielt reden und sprach die frühzeitige Evakuierung vieler Orte aus. Darunter auch New York.
  8. Die Leute bekamen das, was sie brauchten von ihrem ehemaligen Präsidenten: Einen mitfühlenden, loyalen Mann, der bereit war Entscheidungen zum Wohle der eigenen Bevölkerung zu treffen. Wegen des Leids, das viele US-Bürger ertragen mussten, musste auch Obama bitterliche Tränen weinen und signalisierte deutlich seinen Beistand.
  9. Um Mitt Romney sah es hingegen düster aus. Nach all seinen Versprechen, die Teil seiner Wahlansprachen waren, hofften Romney-Anhänger auf Aufmerksamkeit und Mitgefühl. Aber was sie bekamen, war ein eher verwirrter angehender Präsidentenkandidat, der die Situation nicht ganz zu "handeln" wusste.
  10. Durch sein Engagement, seine Menschlichkeit und seinen Mut gewann Barack Obama die Stimmen seiner Wähler wieder.
  11. Am 07. November 2012 wurde triumphierend die Wiederwahl von Präsident Obama verkündet.

Kommentare