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John Nash im Portrait - Die wichtigsten Facts

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:18
Der Mathematiker John Nash revolutionierte mit seinen Theorien...

Der Mathematiker John Nash revolutionierte mit seinen Theorien die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Hinter dem schüchternen Lächeln des genialen Naturwissenschaftlers verbirgt sich jedoch ein tragisches Schicksal. Im Portrait zeigt sich ein gezeichneter Mann.

Biografie im Überblick

  • John Forbes Nash jr. wurde am 13. Juni 1928 in Bluefield, West Virgina geboren. Zusammen mit seiner Frau Alicia Lardé lebt er derzeit in New Jersey, wo er als Mathematik-Professor an der Princeton University tätig ist.
  • Bereits als Teenager zeigt Nash großes Interesse an den Naturwissenschaften, doch erst während seines Studiums der Chemie 1945 am Carnegie Institute entdeckte er seine Liebe zur Mathematik.
  • Während seiner Studienzeit besuchte John Nash nur selten eine Vorlesung. Er bevorzugte es lieber auf unabhängigem Wege zu seinen Ergebnissen zu kommen. Im Gegensatz zu anderen Professoren kann Nash lediglich eine geringe Anzahl von Veröffentlichungen vorweisen. 
  • Im Rahmen seiner Überlegungen zur Spieltheorie entwarf John Nash 1947 das heutige Spiel Hex. Obwohl er in den meisten Portraits allgemeinhin als der Erfinder dieses Spiels gehandelt wird, ist Nash selbst der Ansicht, er habe es vielmehr wiederentdeckt.
  • In den 50er Jahren stand Nash in Kontakt zu Albert Einstein. Diesem schlug er einige Verbesserungen zu dessen Quantentheorie vor. Einstein zeigte sich jedoch unbeeindruckt angesichts der Tatsache, dass Nash kein Studium der Physik vorzuweisen hatte.
  • Das bedeutendste Werk Nashs ist seine gerademal 32 Seiten umfassende Dissertation, in der er die von Oskar Morgenstern entwickelte Spieltheorie um das Nash-Gleichgewicht erweitert. Mit dieser Arbeit schaffte er es, die Spieltheorie entscheidend zu prägen und die Sozialwissenschaften völlig umzukrempeln.
  • Kurz vor seiner anstehenden Professur am MIT erkrankte Nash im Mai 1959 an Schizophrenie. Infolgedessen neigte er zunehmend zu Gewaltausbrüchen und Halluzinationen. Zwei Jahre später konnte ihn seine Frau davon überzeugen, sich in eine Nervenheilanstalt einweisen zu lassen. Bis heute ist das Portrait Nashs von seiner Krankheit gezeichnet.
  • Seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Spieltheorie wurden erst spät geehrt. 1994 erhielt Nash für die Entdeckung seines gleichnamigen Gleichgewichtes den Wirtschaftsnobelpreis.
  • Immer wieder hatte John Nash mit den Auswirkungen seiner Krankheit zu kämpfen. Erst in den 90er Jahren stellte sich eine allmähliche Besserung ein. In dem 2001 veröffentlichten Film A Beautiful Mind wurde das Portrait und das tragische Leben von Nash filmisch umgesetzt. Die Hauptrolle übernahm dabei Kevin Spacey.

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