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John Rawls: Ein Philosoph für die Gerechtigkeit

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
John Rawls wurde am 21. Februar 1921 in Baltimore, im amerikanischen Bundesstaat Maryland, geboren.

John Rawls wurde am 21. Februar 1921 in Baltimore, im amerikanischen Bundesstaat Maryland, geboren. Er studiert Philosophie und lehrt später an den Universitäten Princeton, Cornell Universität, Massachusetts Institute of Technologie und an der Harvard Universität. Im Jahre 1990 wird er mit der National Humanities Medal ausgezeichnet. Der Philosoph John Rawls stirbt am 24 November 2002.

John Rawls auf einen Blick

  • Eine Theorie der politischen Gerechtigkeit
  • Paradigmenwechsel
  • Gleichheit
  • Freiheit
  • Utilitarismus
  • Fairness
  • Gerechtigkeitsgrundsätze
  • Politischer Liberalismus
  • The Law of People

John Rawls - Werke und Theorien

Zu seinen bedeutendsten Werken zählt ohne Zweifel „Eine Theorie der politischen Gerechtigkeit“, ein fünfteiliger Paradigmenwechsel. Sei moralischer Grundgedanke ist die Gleichheit und Freiheit aller Bürger. Gegenüber der Ethik des Utilitarismus setzt John Rawls auf einen alternativen Grundgedanken. Anstelle der utilitaristischen Theorie des größten Glücks für die größtmögliche Anzahl von Menschen, tritt bei ihm die Gerechtigkeit als Fairness in den Vordergrund. Die Profite, aber auch die Lasten jeder Zusammenarbeit in einer Gesellschaft sollen seiner Meinung nach so verteilt werden, dass jeder einzelne Bürger einen möglichst großen Nutzen davon hat. 

John Rawls stellt in seiner Theorie der politischen Gerechtigkeit zwei Gerechtigkeitsgrundsätze auf. Der erste Grundsatz lautet: Jeder Mensch hat ein gleiches Recht auf den größtmöglichen Umfang gleicher grundlegender Freiheiten, das für alle Individuen erreichbar ist. Der zweite Grundsatz lautet: Wirtschaftliche und soziale Unterschiede müssen wie folgt aussehen. Sie müssen den Ärmsten den größten Profit bringen und sie müssen mit Positionen und Ämtern verbunden sein, die allen offenstehen, nach dem Motto der Gleichheit fairer Chancen. 

Mehr als zwanzig Jahre nach seiner Theorie der politischen Gerechtigkeit verfasst John Rawls ein weiteres sehr bedeutendes Werk, den „Politischen Liberalismus“. Als Leitidee des politischen Liberalismus konstituiert er eine öffentliche Vernunft. Sie betrifft vor allem wesentliche Fragen der Verfassung, zum Beispiel die Fragen, welche Weltanschauung anerkannt werden soll und welche Religionsrichtung Anerkennung verdient. Bedeutend ist auch seine Völkerrechtsstudie „The Law of People“, die er mit der Unterscheidung von verschiedenen Gesellschaftsarten einleitet. Er trennt dabei vernünftige liberale Gesellschaften von nichtliberalen, den sogenannten Schurkenstaaten. 

 

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