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Kampf um Gleichberechtigung – Der Weltfrauentag und seine Hintergründe

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:18
Im Grundgesetz heißt es: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“

Im Grundgesetz heißt es: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Doch so selbstverständlich wie es uns heute erscheint war das Thema um die Gleichberechtigung nicht immer. Seit nun mehr 100 Jahren begeben Frauen sich am Weltfrauentag in die Öffentlichkeit und eröffnen nach wie vor den Kampf um die Gleichberechtigung. Wie es zu diesem Tag kam weiß kaum ein und genau das soll der nachfolgende Tag aufdecken.

Kampf um die Gleichberechtigung der Frau

  • Meistens sind es die Mädchen die besser in der Schule sind und den Weg eines lernintensiven Studiums wählen. Doch war dies nicht immer so.
  • In Wirklichkeit ist es noch nicht so lange her, dass sich die Frau ausnahmslos nur um die Kinder und den Haushalt zu kümmern hatte und ihrem Ehemann untergeordnet war. Weder hatten sie das Recht wählen zu gehen, noch das Recht sich denen Ehemann selbst auszusuchen.
  • Heutzutage unvorstellbar. Im 19. Jahrhundert allerdings, konnte sich diese Wende keine Frau vorstellen. Männer galten als klüger und fähiger. Und so gab es wenige Bildungschancen für Frauen.
  • Vielmehr ging es darum die Mädchen auf die Rolle der Hausfrau und Mutter vorzubereiten.
  • War es Mädchen höherer Gesellschaftsklassen später zwar gestattet reine Mädchenschulen zu besuchen, doch höhere Schulabschlüsse und Universitätsbesuche waren auch diesen untersagt.
  • Zur Jahrhundertwende schien der Kampf um die Gleichberechtigung dann zu beginnen.
  • Die Frauchenrechtlerin, deutsche Dichterin und Philosophin Ricarda Huch erkannte das Problem der mangelnden Bildung für Frauen in Deutschland, studierte sie aus diesem Grund doch selbst in der Schweiz.
  • So begann sie mit anderen Frauen um eine Chancengleichheit zu kämpfen. Im 20. Jahrhundert konnten somit auch Mädchen höhere Schulabschlüsse erwerben, dafür wurden sogar ab 1893 erste Gymnasialkurse für das weibliche Geschlecht errichtet.
  • Zwar durften ab 1909 dann überall in Deutschland Frauen ein Studium antreten, doch hieß das noch lange nicht, dass jeder das gut hieß. Schnell wurde klar man muss weiterhin für die Frau kämpfen.

Die Geschichte des Weltfrauentags

  • Mit Clara Zetkin begann der Kampf um die Gleichberechtigung mit dem ersten internationalen Frauentag am 19.März 1911. Es beteiligten sich Millionen Frauen aus Dänemark, den drei deutschsprachigen Ländern und den USA.
  • Sie Forderten unter anderem, dass Wahl- und Stimmrecht für Frauen, Mutter- und Kinderschutz, den Achtstundentag, gleichen Lohn vieles mehr.
  • Auch in den folgenden Jahren wurde dieser Tage immer wieder absolviert. Doch erst 1921 erfolgte die Festlegung des Weltfrauentags auf den 8. März.
  • Man erinnerte damit an den Textilarbeiterinnen-Streik in Petersburg, der auf den 8. März fiel und nach dem alt-russischen Kalender am 23. Februar statt fand und somit die Februarrevolution auslöste.
  • Nachdem die Gleichberechtigung der Frau, zur Zeit des 2. Weltkriegs, einen herben Rückschlag zu verzeichnen hatte, fanden bereit 1946 sowohl in der DDR als auch in der BRD Feiern zum Frauentag statt.
  •  Und so ist dieses Datum auch heute noch wichtig um die Themen der Rechte von Ausländerinnen, sowie die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare und die bessere Sicherung der Frauenrechte und der Frau selbst, ansprechen zu können.
  • Denn wenn wir ehrlich sind, ist der Kampf um die Gleichberechtigung noch immer nicht entschieden.

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