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Kannibalismus erklärt? - Darum geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:13
Kannibalismus kommt nicht nur beim Menschen, sondern auch in der Tierwelt vor.

Kannibalismus kommt nicht nur als extreme Form beim Menschen vor, sondern ist vor allen Dingen in der Tierwelt weit verbreitet. Das Fressen von Artgenossen wird als solches bezeichnet, und kann unterschiedlich stark ausgeprägt in verschiedenen Formen vorkommen.

Definitionen

  • Als Kannibalismus wird der Verzehr von Artgenossen bezeichnet.
  • Der Begriff wird sowohl beim Menschen, als auch beim Tier angewendet.
  • Mäuse, die andere Mäuse fressen, oder Menschen, die menschliches Fleisch verzehren, sind beide im engen Sinne als Kannibale zu bezeichnen.
  • Der Verzehr von Menschenfleisch durch einen Menschen wird mit dem Fachbegriff Anthropophagie bezeichnet. Oft wird der kannibalismus jedoch in bestimmte Gruppen getrennt.
  • Dann ist die Rede vom Kannibalismus in der Mythologie, von dem religiösen Kannibalismus in Form einer Opfergabe. Aber auch in der Psychiatrie und im Fetisch ist der Kannibalismus benannt.
  • Beim Kannibalismus im tierreich gibt es zum einen den aktiven, zum anderen auch den passiven Kannibalismus. Beim aktiven wird das lebendige Tier gejadt, getötet und verzehrt, beim passiven werden bereits tote Tiere der gleichen Art verspeist.
  • Geht es um den Menschlichen Kannibalismus, so ist dieser in bestimmten Zeiten auch auf eine Not zurückzuführen. Erlitten die Menschen damals eine große Hungersnot, wurden andere bereits verstorbene Menschen verzehrt, um so das eigene Überleben zu sichern.
  • Dann gibt es eine weitere Form, nämlich den Autokannibalismus. Hierbei werden keine fremden menschlichen Körperteile verzehrt, sonder der Kannibale nimmt Teile seines eigenen Körpers und Fleisches, oder auch sein eigenes Blut zu sich. 
  • Verspeist der Kannibale das Fleisch von einem anderen Menschen, dann kann das aus seiner Sicht verschiedene, für ihn sogar notwendige Gründe haben, mit denen er sein Verhalten zu rechtfertigen versucht.
  • So kann er zum einen sagen, dass er das Opfer sicher und warm bei sich aufheben wollte, er wollte ihm Nähe und Geborgenheit schenken. Oft wird von einem Kannibalen aber auch behauptet, das Opfer hätte ihn als engen Freund gebeten, ihn aufzuessen.
  • Perverse und anders gelagerte Gedanken geben dem Kannibalen den besonderen Kick, wenn er sein Opfer nicht nur alleine verspeist, sondern es wie normales Fleisch zubereitet, und dieses dann an seine Gäste weitergibt.
  • Diese essen das Fleisch eines Menschn ohne es zu wissen, was dem Kannibalen zum einen Befriedigung und zum anderen auch Macht gibt.
  • Allerdings bleibt der Verzehr von Menschenfleisch beim Menschen nicht ohne Folgen. Kannibalen leiden häufig an einem starken Zittern. Verzehrt der Mensch Fleisch von einem anderen Menschen, so nimmt er atypisches Eiweiß auf, die sogenannten Prionen.
  • Diese bewirken, dass sich die eigenen Prionen im Gehirn verändern, wodurch es schließlich zu einer Degenartion der Hinrzellen kommt.
  • Dieses Muskelzittern wird auch als Kuru oder Prionenkrankheit bezeichnet, und führt in der Regel binnen 12 Monaten nach der ersten Symptome zum Tode.

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