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Kirchenaustritt - Welche Rechte verliere ich?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:56
Doch welche Nachteile hat der Austritt aus der christlichen Kirche für einen selber?

Wer der christlichen Kirche angehört und arbeitet bezahlt Kirchensteuer. Die Summen richten sich immer nach der Höhe Ihres Gehalts. In Bayern beträgt der Satz 8 % und in den anderen Bundesländern 9 %. Die Kirchensteuer wird nicht nur dazu genutzt, die christliche Kirche am Leben zu erhalten, sondern auch um z. B. die Caritas oder Diakonie zu finanzieren. Auch Hilfsstellen für Arme und Bedürftige, Kindergärten und sonstige Projekte der Kirche werden aus diesen finanziellen Mitteln am Leben erhalten und finanziert. Manche Menschen denken bei der Kirchensteuer daran, aus der Kirche auszusteigen. Doch welche Nachteile hat der Austritt aus der christlichen Kirche für einen selber?

  1. Wenn Sie in jungen Jahren aus der Kirche austreten, sollten Sie bedenken, dass Sie, sofern Sie nicht der christlichen Religion angehören, auch kein Recht mehr auf das Patenamt mehr haben.
  2. Auch gestaltet es sich schwer den Segen der Kirche zu erhalten, sobald eine Hochzeit ansteht und Ihrem Partner eine Hochzeit in einer Kirche wichtig ist.
  3. Zudem kann Ihr Kind nicht getauft werden, sofern beide Elternteile nicht der christlichen Glaubenszugehörigkeit angehören. Auch der Anspruch auf einen Kindergartenplatz in einer kirchlichen Einrichtung kann dann nicht mehr bestehen.
  4. Eine christliche Beerdigung geht dann ebenfalls nicht mehr. Hierzu gehört z. B. die Rede des Pfarrers.
  5. Sind beide Elternteile keine Mitglieder der Kirche mehr, so kann das Kind nur getauft werden, wenn ein anderer Christ sich dazu verpflichtet, es in die Kirchengemeinschaft aufzunehmen und zu begleiten.
  6. Bist du bei einem kirchlichen Arbeitgeber beschäftigt, ist der Kirchenaustritt Grund genug für eine sofortige Entlassung. Sogar mit dem Arbeitsamt könntest du Probleme bezüglich des Arbeitslosengeldes bekommen, wie in einem Fall vor dem Landessozialgericht Rheinland-Pfalz geschehen. Erst mit dem Gang zum Bundessozialgericht konnte die Krankenhausangestellte nach ihrer Kündigung eine nachträgliche Aufhebung der Sperrzeit bewirken.

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