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Lehrveranstaltungen mit immanenten Prüfungscharakter - Was ist das genau?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:55
Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter sind alle LV ausgenommen Vorlesungen.

Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter sind alle Lehrveranstaltungen ausgenommen Vorlesungen. Dazu zählen etwa Orientierungslehrveranstaltungen (OL), Proseminare (PS), Seminare (SE), Tutorien (TU), Projektseminare (PSE), Arbeitsgemeinschaften (AG), Praktika (PR), Übungen (UE) und kombinierte Vorlesungen/Übungen (VU).

  1. Für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter ist eine Anmeldung erforderlich. Während der Lehrveranstaltung besteht grundsätzlich Anwesenheitspflicht. Ausnahmen in begründeten Fällen wie Berufstätigkeit oder Sorgepflichten sind möglich.
  2. Laut § 4 Z 26a Uni-StG findet dabei die Leistungsbeurteilung nicht auf Grund einer einzigen Prüfung am Ende der Lehrveranstaltung statt, die Studenten werden stattdessen während des Semesters auf Grund ihrer schriftlichen und mündlichen Mitarbeit bewertet. 
  3. Referate, Protokolle, schriftliche Arbeiten, mündliche Mitarbeit im Rahmen der Lehrveranstaltung – all das sind mögliche Prüfungsteile, die in die Note einfließen.
  4. Die Vortragenden sind verpflichtet, zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt zu geben, wie sich die Endnote zusammensetzt – Anzahl der Zwischenklausuren, Referate, Mitarbeit – und welches Gewicht die einzelnen Prüfungsteile bei der Benotung haben. 
  5. Die Note muss sich aus mindestens zwei Teilleistungen zusammensetzen. An dieses Schema sind die Vortragenden gebunden, es darf nicht im Nachhinein geändert werden.
  6. Daraus ergibt sich, dass bei Abbruch der Lehrveranstaltung durch den/die Studierende/n dieser nicht einfach abgemeldet, sondern benotet wird. 
  7. Die Beurteilung erfolgt dabei ab der ersten Leistungserbringung, also auch schon bei Annahme eines Referatsthemas o. ä. Ein Abbruch kann also durchaus zu einer negativen Beurteilung führen. 
  8. Ausnahme: Es liegt ein wichtiger Grund vor (beispielsweise eine längerfristige Erkrankung, die mittels ärztlichen Attests belegt wird).

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