Foto: Shutterstock.com

Nachhaltige Energiegewinnung – Welche Energiequellen stehen uns in Europa zur Verfügung?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:08
Nachhaltige Energiegewinnung bedeutet Energie aus erneuerbaren Quellen.

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima wurde in Deutschland die Energiewende ausgerufen. Die Stilllegung aller deutschen Kernkraftwerke bis 2022 wirft natürlich die Frage auf, mit welchen Energiequellen der Atomstrom ersetzt werden kann. Immerhin hatte sich dessen Anteil an der deutschen Stromproduktion bereits in Richtung 30 % entwickelt. Die fossilen Brennträger wie Stein- oder Braunkohle sind keine Alternative, da mit ihnen die nachhaltige Energiegewinnung nicht möglich ist. Ihre Vorräte sind begrenzt und ihre Verbrennung zur Energiegewinnung bedeutet einen hohen Kohlendioxid-Ausstoß, der das Klima gefährdet. Deshalb kommt den erneuerbaren Energien bei der Energiewende eine außerordentliche Bedeutung zu.

  • Ein Beispiel für den ersten Schritt in Richtung eines nachhaltigen Haushalts habe ich zum Beispiel mit einer thermischen Sanierung gesetzt und ich bin mit den Resultaten davon äußerst zufrieden.
  • Nähere Infos zur Thermischen Sanierung findet ihr zum Beispiel hier.

Hitnergrundinformationen zur nachhaltigen Energiegewinnung:

Nachhaltige Energiegewinnung bedeutet Energie aus erneuerbaren Ressourcen

  • Der Begriff der Nachhaltigkeit beinhaltet, dass sich ein System aus sich selbst regenerieren kann.
  • Im Energiebereich sind deshalb Energiequellen wie Wind, Wasser, Sonne oder nachwachsende Rohstoffe die Garanten für nachhaltige Energiegewinnung. 
  • Lange Zeit zählte auch die Kernkraft dazu, da sie keinen Ressourcen-Abbau und nur sehr geringe Kohlendioxid-Emission mit sich bringt.
  • Aber die unkontrollierbaren Risiken, die sich mit Tschernobyl und Fukushima überdeutlich gezeigt haben, bewegen immer mehr Länder, sich von der Atom-Energie abzuwenden. 
  • Die Möglichkeiten der erneuerbaren Energien sind zudem noch lange nicht voll entwickelt.
  • Gezeitenkraftwerke sind bereits in Betrieb und seit einigen Jahren wird an Strömungskraftwerken gearbeitet, welche die Bewegungen in den Ozeanen als Energiequelle anzapfen. 
  • Für die nachhaltige Energiegewinnung stehen noch riesige Potenziale bereit, während die Vorräte an Öl, Gas und Kohle begrenzt sind. 

State of the Art der erneuerbaren Energien?

  • 2011 erreichte die nachhaltige Energiegewinnung einen Anteil von 20,1 % an der deutschen Stromproduktion.
  • Dabei waren die Zuwachsraten in jedem Bereich hoch. Bei der Solarenergie verdoppeln sich die Bilanzzahlen nunmehr schon seit drei Jahren und bereits zum Abschluss des ersten Halbjahres 2012 gab es wieder eine Steigerung von 50 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 
  • Zum Jahresabschluss wird die Solarenergie sogar die Wasserkraft (3,2 %) überholt haben. Über die höchsten Anteile verfügen die Windenergie (7,7 %) und die Biomasse (6,2 %).
  • Nachhaltige Energiegewinnung beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Stromproduktion, sondern hält auch Einzug in die Wärmeerzeugung und in die Mobilität. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch in Deutschland, also dem Verbrauch jedweder Energieform, betrug 2011 bereits 12,2 %. 
  • Damit wurden 129 Millionnen Tonnen Treibhausgase vermieden. Den höchsten Anteil daran hat, obwohl derzeit noch die Energie-Alternative mit dem geringsten Volumen, die Solarkraft mit ca. 70 Millionen Tonnen gesparter Kohlendioxid-Emission. 
  • Wenn der letzte deutsche Atomreaktor 2022 abgeschaltet wird, werden die erneuerbaren Energien bereits deutlich über 30 % bei der deutschen Stromproduktion liegen. 

Kommentare