Foto: Shutterstock.com / Neben den Kommunisten versuchen auch NEOS und Piraten für Aufsehen zu sorgen.

Nationalratswahl 2013 - Die kleinen Parteien: Neos, KPÖ und Piraten

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:28
Die Kleinen haben's schwer in Österreich.

Wenn am 29. September 2013 die Nationalratswahlen in Österreich über die Bühne gehen, dann werden einige Fragen beantwortet werden. Etwa, ob die SPÖ unter Bundeskanzler Werner Faymann den ersten Platz verteidigen kann und ob die FPÖ mit Heinz-Christian Strache weiterhin die drittstärkste Kraft bleibt. Wie wird sich die neue Partei rund um Frank Stronach präsentieren und wird das BZÖ noch einen entscheidenden Faktor in der österreichischen Bundespolitik spielen? Aber auch weitere Fragen werden beantwortet werden. Etwa, wie die  KPÖ, NEOS und Piraten im Wahlkampf abgeschnitten haben. Die Meinungsforscher gehen davon aus, dass die drei Kleinparteien nach der Wahl genauso wenig Mitspracherecht haben werden wie vor der Wahl.

Der Wahlkampf muss finanziert werden

Die Kleinparteien haben gegenüber den Großparteien einen riesigen Nachteil bei der Nationalratswahl 2013: Denn die Fördermittel für die Kleinparteien sind relativ gering. Und - wenn der Einzug in den Nationalrat nicht gelingt, dann werden die Gelder für die Werbung für die Nationalratswahl nicht ersetzt. Das heißt, dass vor allem die Kleinparteien das Risiko haben, selbst für die Kosten aufzukommen bzw. Sponsoren zu suchen. Das kann natürlich schwer sein, denn viele Sponsoren werden sich für Kleinparteien nicht finden lassen.

Chancen sind eher gering

Während die Piratenpartei in Deutschland immer wieder für Aufsehen sorgen und auch in diversen Landtagen vertreten sind, ist sie in Österreich eher bedeutungslos. Meinungsforscher sehe bei der Nationalratswahl 2013 jedenfalls schwarz für die Piratenpartei. Grund dafür sind vor allem die anderen Kleinparteien und auch das Team Stronach, welche den Piraten Österreich die Stimmen wegnehmen. Aber bei den anderen Kleinparteien sieht es nicht besser aus. Die 5 Prozent Hürde muss geknackt werden - und das wird wohl auch für die KPÖ und für die Neos unmöglich sein.

Alte Themen in neuen Farben

Während die KPÖ noch immer die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel fordert und die Piratenpartei die Legalisierung von weichen Drogen, kümmert sich die Neos Partei um die Bildungsproblematik. Alte Themen in neuen Farben. Mit ganz neuen Themen kommen die Kleinparteien jedoch nicht an die Front und versuchen durch den direkten Bürgerkontakt zu Stimmen zu kommen. Realistisch gesehen wird keine der Kleinparteien in den Nationalrat einziehen bzw. ist es sogar möglich, dass sogar die jetzige Partei - das BZÖ - welche im Parlament vertreten sind, aus dem Parlament rausfallen, weil es möglich ist, dass die 5 Prozent Hürde auch von den Orangen nicht übersprungen wird. Ziemlich sicher im Parlament wird das Team Stronach sein, welches derzeit in den Umfragen bei 6 Prozent bis 9 Prozent liegt.

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