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Niccolo Machiavelli - Kurzporträt

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Der große politische Denker Niccolo Machiavelli kam am 3. Mai 1469 in Florenz zur Welt.

Der große politische Denker Niccolo Machiavelli kam am 3. Mai 1469 in Florenz zur Welt. Seine berufliche Karriere begann im Jahr 1498, indem er Sekretär der zweiten Staatskanzlei seiner Heimatstadt wurde und den Vorsitz im „Rat der Zehn“ übernahm. In den folgenden Jahren musste er oftmals diplomatische Aufgaben im Ausland übernehmen. Im Jahr 1512 wurde er entlassen und sogar für kurze Zeit eingesperrt. Danach schrieb er seine großen Schriften Theorie und Geschichte der Politik. Niccolo Machiavelli starb am 22. Juni 1527. 

Werke und Einstellung

  • Zu seinen wichtigsten Werken zählen seine Komödie „La Mandragola“, die zu den besten italienischen Stücken dieses Genres zählen. Seine bekannteste Schrift ist ohne Zweifel „Der Fürst“, die er im Jahre 1513 vollendete und die seinen Namen weltberühmt machen sollte. In den Abhandlungen „Discorsi“ erläutert Niccolo Machiavelli das Wesen der Republik, deren Bedeutung und deren Aufgaben. Seinen Ruhm als Historiker begründen seien „Geschichten von Florenz“ in acht Bänden. 
  • „Der Fürst“ handelt im ersten Teil von den Fürstentümern, im zweiten Teil mehr vom Fürsten selbst. Schlussendlich befasst sich das ganze Buch mit der Auseinandersetzung des Fürsten mit dem Schicksal. Das letzte Kapitel ist ein Appell an die Italiener, sich der Barbaren zu entledigen. In die „Discorsi“ stellt Niccolo Machiavelli unter anderem die drei guten und die drei entarteten Formen der Verfassung vor. 
  • Zudem lehnt er den Missbrauch der politischen Macht durch einen Tyrannen kategorisch ab. Beim Wesen des Gemeinwohls vertritt er die Auffassung, dass nicht das Wohl des Einzelnen, sondern das Gemeinwohl dafür verantwortlich ist, dass Staaten groß und bedeutend werden.
  • Niccolo Machiavelli ist fest davon überzeugt, dass der Mensch in seinem innersten Kern, sich niemals verändert, sondern immer der gleiche bleibt. Jedes Individuum strebt nach Einfluss und Macht, und es wird sich gegen alle jene zur Wehr setzen, die es in seinem Streben nach Macht aufhalten möchten.

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