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Nordkoreas Wirtschaftssystem - Wovon lebt das Land?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:21
Viele Menschen reden heutzutage vom nordkoreanischen Militär, besonders von seinem

Viele Menschen reden heutzutage vom nordkoreanischen Militär, besonders von seinem Atomwaffenprogramm. Doch viel weniger Menschen fragen sich wie Nordkorea trotz jahrzehntelangem Embargo überhaupt überleben kann. Denn trotz immer schärfer werdender Embargos von Seiten der Vereinten Nationen behauptet sich das kommunistische Land seit Jahrzehnten.

Ökonomische Hintergründe

Durch Planung zum Ziel, durch Isolation zum Zusammenbruch

  • Die Wirtschaft Nordkoreas besteht aus einer zentral organisierten, langfristig geplanten Planwirtschaft.
  • Im Außenhandel lebte Nordkorea in Zeiten des Kalten Krieges besonders vom Handel mit den kommunistischen Ländern wie Kuba oder der Sowjetunion. Nach dem Zusammenbruch des weltweiten Kommunismus ist dieser Handel ebenfalls zusammengebrochen.
  • Durch Hungersnöte und Wirtschaftskrisen in den Neunziger Jahren ist Nordkorea an den Rande des Zusammenbruchs gekommen, wobei sich die Ernährungs- und Versorgungslage der Zivilbevölkerung stark verschlechtert hat.
  • Dadurch bedingt ist es zu einem starken Produktivitätsabfall gekommen, der die Wirtschaft des nördlichen Koreas fast vollständig gelähmt hat. Auch heutzutage ist die Wirtschaft noch lange nicht auf dem Niveau der Neunziger Jahre.
  • Aufgrund der schlechten, geographischen Lage des Landes - ca. 81 Prozent Nordkoreas sind von relativ hohen Höhenzügen und bewaldeten Landschaften bedeckt - ist die landwirtschaftliche Nutzung des Gebietes kaum möglich. Dennoch macht der Agrarsektor des Landes fast 25 Prozent am Bruttonationaleinkommen, wobe trotz dieser starken landwirtschaftlichen Nutzung nicht ausreichend Nahrungsmittel produziert werden um die eigene Bevölkerung ernähren zu können.
  • Die Industrie des Landes stützt sich - wie in fast allen kommunistischen Regimes - besonders auf die Schwerindustrie. Diese ist allerdings nicht in der Lage die Bedürfnisse des Landes vollständig zu erfüllen, wobei allerdings dennoch erzeugte Produkte exportiert werden.
  • Gesteuert wir die Wirtschaft des Landes von Pjöngjang aus. Von hier aus wird die gesamte Wirtschaft Nordkoreas zentral gesteuert.

Kim Jong-un und der Außenhandel

  • Eine der Besonderheiten der Volksrepublik Korea ist der Export von Arbeitskraft. Denn viele Nordkoreaner gehen zum Arbeiten ins Ausland, besonders ins benachbarte Sibieren. Hier werden sie besonders in der Forst- und Ölwirtschaft eingesetzt.
  • Aus diesem Grund sind die nordkoreanischen Arbeitskräfte auch ein begehrtes "Produkt" ihres eigenen Regimes, da sie harte Devisen in das arme Land zurückbringen.
  • Diese Devisen werden besonders zum Kauf von Erdöl, Koks, Maschinen, Konsumgütern und Getreide verwendet.
  • Unter den wichtigsten Partner im Import sind die Volksrepublik China, Thailand, Japan, Deutschland, Südkorea, Vietnam und China.

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