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Osterfeuer - Brauchtum - Woher kommt diese Tradition?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:21
Das Osterfeuer gab es schon im Mittelalter.

Mit dem Osterfeuer soll der kalte Winter vertrieben und der Frühling begrüßt werden. Dieser Brauch war schon im Mittelalter als ein heidnischer Brauch bekannt und mit dem Feuer sollten die bösen Wintergeister vertrieben werden. Oftmals wurden auch Strohpuppen auf den Feuerhaufen verbrannt. Heute ist das Osterfeuer als Symbol für die Wiederauferstehung Jesu, also als christliches Symbol im christlichen Glauben, anzusehen. Jesus ist wieder auferstanden und hat den Tod besiegt.

  • Es ist notwendig eine Genehmigung für das Osterfeuer bei der Gemeinde einzuholen. Da spielen auch einige Vorschriften eine große Rolle. Der Rauch darf keinen gefährden, das Feuer muss mit Fahrzeugen gut zugänglich sein, z. B. für das Feuerwehrauto oder den Krankenwagen, die Sicherheitsabstände zu Gebäuden müssen eingehalten werden usw.
  • Zu den angrenzenden Bäumen und Sträuchern muss ein Sicherheitsabstand von mindestens 15 Metern eingehalten werden. B
  • Bevor das Feuer angezündet werden darf, muss die Feuerwehr mit Stöckern die Tiere aus dem Osterfeuerhaufen vertreiben.
  • Es passiert oft, dass sich kleine Tiere dort eingenistet haben. Diese müssen natürlich, manchmal auch durch umschichten des Holzturms, vor dem anzünden vertrieben werden.
  • Dann steht dem gemütlichen Beisammensein im Schein des Feuers nichts mehr im Wege.

Einige Hintergrundinformationen

  • Das heutige Osterfeuer ist immer als ein gemütliches Beisammensein zu benennen.
  • Es wird gegrillt und getrunken, man unterhält sich angeregt und schaut in die Flammen. Die Kinder dürfen Stockbrot im Feuer backen und kalt wird es am warmen Feuer auch nicht.
  • Das Holz für das Osterfeuer wird vielerorts von den jugendlichen der Feuerwehr mit Trecker und Wagen eingesammelt.
  • Da im Frühjahr Bäume und Büsche in den Gärten zurückgeschnitten werden, sammeln die Bewohner das Grün, bündeln es und legen es sichtbar an den Straßenrand.
  • An zwei Tagen in der Woche vor Ostern kommt die Jugendfeuerwehr dann vorbei und sammelt das Grün ein. Natürlich kann auch jeder selbst sein Holz zum Osterfeuer bringen. Je grösser der Holzhaufen, je länger brennt das Osterfeuer.
  • Der Grünschnitt und Holzhaufen kann so viele Meter hoch werden. Allerdings ist es in den Gemeinden unterschiedlich, wie der Holzhaufen letztlich entsteht. Wenn die Dunkelheit am Samstag vor Ostern einbricht, wird das Osterfeuer entfacht.
  • Während des Osterfeuers ist die Feuerwehr natürlich auch präsent und passt auf, dass der Funkenflug im Rahmen bleibt und kein Schaden entsteht. Die Asche des Osterfeuers wird auf den Feldern verteilt und gibt dem Boden gleichzeitig noch Nahrung.
  • In manchen Orten, meistens in den Bergregionen, werden die Osterfeuerräder einen Berghang hinab gerollt. Wenn hier 10 oder mehr brennende Räder einen Abhang hinab rollen ist das ein sehenswertes Spektakel.
  • Dazu werden große Holzräder mit viel Stroh, Äste und Holzscheite bestückt, dann angezündet und einen Abhang hinab gerollt. Das sieht natürlich gigantisch gut aus.
  • Wenn das Rad gut unten im Tal gut angekommen ist, besagt ein Aberglaube, dass eine gute Ernte zu erwarten ist. Dieser Glaube hängt mit den Germanen und dem Sonnenkult zusammen.

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