Foto: Shutterstock.com

Platon: Der Philosoph der Antike

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:30
Der Grieche Platon gilt als einer der bekanntesten Philosophen der Antike.
Als Schüler des Sokrates machte er sich unter anderem in den Bereichen der Metaphysik, der Ethik und der Erkenntnistheorie einen Namen.

Platon

  • gründete mit de Platonischen Akademie eine der ältesten Philosophenschulen
  • sah den literarischen Dialog als Mittel zur Erkenntnisgewinnung
  • entwickelte die Ideenlehre
  • gilt als Begründer des objektiven Idealismus

Leben

Er kam 428/427 v. Chr. als Sohn einer wohlhabenden Athener Familie zur Welt und starb 348/347 v. Chr. in Athen. Er genoss eine vielseitige Erziehung. Als Zwanzigjähriger schloss er sich seinem Lehrer Sokrates an.

Lehren

Platon setzte sich für die neue Literaturgattung des Dialogs ein. Seiner Meinung helfe der Dialog dabei, die Wahrheit herauszufinden, weil hierbei der Verlauf der Erkenntniserlangung nachvollzogen werden könne. Der Leser sei dadurch außerdem in der Lage, sich eine eigene Meinung zu bilden. Wichtig war es für den Philosophen außerdem, dass der Leser zwischen der Wahrheit und den Meinungen einzelner unterscheiden konnte. Seine Ideenlehre sollte die Basis für ein Grundwissen schaffen, dass auf Erkenntnis und Wahrheit beruhte. Die absolute Wahrheit könne man nur durch die unsterbliche Seele erlangen. Mit der richtigen Bildung könne man den richtigen Lebensweg finden. Eine wichtige Rolle des Staates sei es, seine Bürger bei der Wahrheitssuche zu unterstützen. Platon machte sich Gedanken darüber, welche Verfassung ein solcher Staat haben sollte und stellte die Suche nach Gerechtigkeit in den Mittelpunkt der Politeia (des Staates). Darüber hinaus gilt Platon als Begründer des objektiven Idealismus. Hier wird angenommen, dass eine höhere Kraft (z. B. "Gott" oder eine "Idee") über dem Menschen stehe. Viele sehen ihn deshalb als Wegbereiter des Christentums.

 

Kommentare