Foto: Shutterstock.com

Politische Geschichte Venezuelas? – Überblick

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:22
Venezuela ist ein Land der Gegensätze: Trotz zahlreicher wertvoller Bodenschätze wie Gold und Öl...

Venezuela ist ein Land der Gegensätze: Trotz zahlreicher wertvoller Bodenschätze wie Gold und Öl, hochwertiger landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie Kaffee, Zuckerrohr und Tabak, großen Rinderherden und lukrativen Fischgründen zählt Venezuela zu den Dritte Welt Ländern, die politische Geschichte Venezuelas ist geprägt von seinem Kampf gegen Armut, Korruption und Kriminalität.

Politische Hintergründe

  • Als Christoph Kolumbus Amerika entdeckte, ging er in Venezuela an Land – 1498 setzte Kolumbus seinen ersten Fuß auf südamerikanischen Boden. Nur ein Jahr später folgten Alonso de Ojeda und Amerigo Verspucci, die einer Legende nach für die Namensgebung verantwortlich sein sollen:
  • Indianische Pfahlbauten erinnerten die weit gereisten Spanier an die Häuser Venedigs, die ebenfalls auf Stelzen thronen, so entstand der Name Venezuela: „kleine Venedig“.
  • Die Entdeckung wertvoller Bodenschätze durch die Eroberer wurde den Einheimischen zum Verhängnis, die weitere politische Geschichte Venezuelas verlief außerordentlich blutig und ein Großteil der vorwiegend sehr friedliebenden, ethnischen Urbevölkerung starb.
  • Die anstrengenden Arbeiten verübten Sklaven, die im 16. Und 17. Jahrhundert in großen Massen eingeschifft wurden, kurze Zeit später erfolgte die Christianisierung der noch verbliebenen indianischen Stämme.
  • Die politische Geschichte Venezuelas weist zahlreiche Befreiungsversuche auf, doch erst 1821 gelang es Simón Bolivar, Venezuela in die Unabhängigkeit zu führen. Fortan gehörte Venezuela zum damaligen Großkolumbien, 1830 wurde es endlich selbstständig, 1846 zur Bundesrepublik. Doch Venezuela kam nicht zur Ruhe, zahlreiche Bürgerkriege, Terror, Putsche und Revolutionen folgten.
  • Im 20. Jahrhundert hatte die politische Geschichte Venezuelas mit den Folgen der Diktatur zu kämpfen. Erst nach dem Tod des Diktators Gómez ereilte eine Teilliberalisierung das Land, es gab Verfassungsreformen und 1947 die erste Präsidentschaftswahl, die schon kurz darauf gewaltsam beendet wurde.
  • Eine Militärjunta bestimmte zehn Jahre lang die politische Geschichte Venezuelas, darauf folgte die Demokratie. 
  • Pérez verhalf Venezuela in den 1970er Jahren zu wirtschaftlichem Wohlstand, der Verkauf von Erdöl sorgte für stabile Verhältnisse – der rapide Fall des Ölpreises in den 80er Jahren stürzte das Land in die nächste Krise.
  • Ab 1998 regierte der umstrittene, charismatische Hugo Chávez das südamerikanische Land, er verbesserte vieles, wurde aber von Menschenrechtlern auch heftig kritisiert. Im März 2013 verstarb er, sein Nachfolger steht noch nicht fest.

Kommentare