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Psychologie studieren? - So ratsam ist dieses Studium

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:09
Nach dem Abitur entscheiden sich viele Absolventen für ein Hochschulstudium an Universitäten.

Nach dem Abitur entscheiden sich viele Absolventen für ein Hochschulstudium an deutschen Universitäten. Das Fach Psychologie zu studieren, gehört zweifelsfrei zu den beliebtesten Fächern. Das merken vor allem die "Erstklässler" zu Beginn ihrer Hochschulzeit. Doch gleicht der Hörsaal am Anfang noch einem Ansturm für ein begehrtes Popkonzert, erscheint die Gemeinde einige Partys und Semester später durchaus überschaubar. Soll der Selektionsprozess am Ende tatsächlich gesiegt haben?

  • Das Psychologie sinnvoll ist, steht vollkommen außer Frage.
  • Viele Menschen sind auf die professionelle Arbeitsleistung gut ausgebildeter Fachpersonen angewiesen.
  • Psychologie hat insofern etwas mit individuellen Problemen oder zwischenmenschlichen Störungen zu tun.
  • Der Umgang mit Menschen ist hingegen nur eine Anforderung an den Psychologen.

Theorie:

  1. Bevor Du also munter auf die Menschheit losgelassen werden kannst, um die Probleme dieser Welt menschlicher Natur zu lösen, musst Du Dich zunächst mit dem theoretischen Wissen auseinandersetzen.
  2. Psychologie studieren heißt insofern, erst einmal die fachliche Übersicht zu erwerben. Das Studium der Psychologie ist sinnvoll für diejenigen, die sich gerne mit anderen Menschen auseinandersetzen und im besten Fall auch Hilfestellungen bei Problemen geben möchten.
  3. In erster Linie beschäftigen sich Psychologen mit verschiedenen Krankheitsbildern, ihrer Diagnosemöglichkeit sowie den Heilungschancen. Psychologie studieren heißt demnach, die weiten Ausmaße der menschlichen Psyche kennen und schätzen zu lernen.


Krankheitsbilder:

  1. Natürlich musst Du Dich nicht mit sämtlichen Krankheitsbildern beschäftigen, um schlussendlich das Studium bestehen zu können.
  2. Die meisten Universitäten bieten im Rahmen ihrer Ausbildung eine Spezialisierung an, um die Interessen der Studierenden zu berücksichtigen.
  3. Die Selektion während des Studiums ist mithin gar keine echte Selektion, sondern vielmehr eine Aufteilung der Studenten in Interessengebiete.


Abbruch des Studiums Psychologie:

  1. Dennoch bringen nicht alle Studenten das Studium auch erfolgreich zu einem Abschluss. Die Gründe sind mannigfaltig. Hauptsächlich haben sich die ehemaligen Studenten wohl schlichtweg etwas anderes unter dem Fach vorgestellt oder ihre menschlich, sensible Adler letztendlich überschätzt. Ein weiterer Grund sind häufig in der Tat mangelnde Fremdsprachenkenntnisse.
  2. Das Psychologiestudium kann getrost als verstecktes Englischstudium bezeichnet werden. Mehr als 80 % der wissenschaftlichen Literatur ist in englischer Fachsprache verfasst. Um den Fachstoff zu erlernen, führt insoweit kein Weg an den dicken Wälzern vorbei.
  3. Dabei werfen viele Studenten das Handtuch. Du solltest also vor Studienbeginn noch einmal genau über Deine individuellen Englischfähigkeiten nachdenken. Andererseits ist auch der Umgang mit Fremdsprachentexten eine reine Gewohnheitssache. Und dass ein Studium tatsächlich nicht nur aus Feiern und Schlafen bestehen wird, das merken schon die Erstsemester zu Beginn ihrer Tätigkeit.


Anforderung an die Studierenden:

  1. Psychologie ist sinnvoll für sensible und lernbereite Studenten.
  2. Die späteren Berufsmöglichkeiten sind indes vielschichtig. Psychologen werden scheinbar in jedem Haushalt gesucht.
  3. Die Zahl der psychischen Krankheiten nimmt ferner immer weiter zu. Informiere Dich am besten vorab bei einer Studienberatung.
  4. Die kompetenten Mitarbeiter können das Gegenüber in den meisten Fällen recht gut einschätzen. Bist Du dennoch anderer Meinung, dann lass Dich keineswegs entmutigen. Denn letztendlich leisten auch Studienberater nur eine Momentaufnahme.

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