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Rechtsradikale Szene Deutschlands? - Organisationen im Blickpunkt

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:06
Das Problem an dem Rechtsextremismus ist, dass er in unterschiedlichen Formen vorkommt.

In letzter Zeit ist die Diskussion über ein Aufkeimen starker rechtsradikaler Stimmungen in Deutschland neu entfacht worden. Besonders die Döner-Morde haben in den letzten Monaten dafür gesorgt, dass die Sicherheit von Ausländern in Deutschland in Frage gestellt wurde.

  • Das Problem an dem Rechtsextremismus ist, dass er in unterschiedlichen Formen vorkommt und nicht immer eindeutig ist. 
  • Außerdem ist momentan neben dem Aufkeimen rechtsextremer Ideologien auch eine Gewaltbereitschaft von Rockerbanden wie dem Hells Angels Motorcycle Club oder von gewaltbereiten Fußballhooligans festzustellen. 
  • Somit wird auch angezweifelt, ob der Rechtstaat in der Lage ist, illegale Organisation zu verbieten und alle in Deutschland lebenden Menschen ausreichend vor Gewalt anderer Organisationen zu schützen.

NPD und NSU - Ein deutsches Problem

NPD

  • Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) gehört zu den bekanntesten deutschen Parteien, deren Ideologie völkisch, nationalistisch und revanchistisch ist. 
  • Sie wurde im Jahre 1964 gegründet und sollte schon des Öfteren verboten werden. Die NPD verharmlost ihre rechtsradikale Einstellung damit, dass sie das Interesse des deutschen Volks in den Vordergrund stellt und nicht direkt aktiv gegen Ausländer ist. 
  • So werden rechtsradikale Ideologien wirksam verschleiert. Im Jahre 2001 sollte unter Bundeskanzler Gerhard Schröder die NPD dennoch bereits verboten werden. 
  • Doch als bekannt wurde, dass in den Reihen der NPD V-Leute des Verfassungsschutzes tätig waren, stellte das Bundesverfassungsgericht die Verfahren ein. 
  • Somit sieht man, dass rechtsextremes Gedankengut in allen deutschen Schichten herrschen kann und ein allgegenwärtiges Problem ist.

 

NSU

  • Der Nationalsozialistische Untergrund (NSU), auch als Zwickauer Terrorzelle, bekannt, verübte zwischen 2000 und 2006 eine gewaltige Mordserie bei der acht türkischstämmige und ein griechischer Kleinunternehmer ermordet wurden. 
  • Dieser Mordserie zeigte deutlich, wie stark rechtsextremes Gedanken gut in Deutschland herrscht und dass es neben der NPD noch weitere ausländerfeindliche Organisationen gab. 
  • Ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes geriet zudem in Verdacht an den Morden beteiligt gewesen zu sein. 
  • Auch wenn es keine nachhaltigen Beweise dafür gab wurde in der deutschen Öffentlichkeit darüber diskutiert, ob der deutsche Staat und besonders die Politiker genug dafür tun den Rechtsradikalismus zu bekämpfen und Ausländer zu schützen. 
  • Außerdem wurde kritisch beäugt, dass solch eine Organisation unbemerkt von den deutschen Medien jahrelang agieren konnte, ohne dass die Polizei ihnen auf die Schliche kam.

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