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Rosinenbomber? - Eine Begriffserklärung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:02
1948 und '49 waren sie fleißig unterwegs, die Rosinenbomber.
In USA auch als "Candy Bomber" bekannt, regneten nach dem zweiten Weltkrieg Mini-Hilfspakete von den Transportflugzeugen der Berliner Luftbrücke über der Stadt herab.

  1. Diese inoffizielle "Bombenlast" bestand meist aus Süßigkeiten – darunter Rosinen – und war unter den Kindern des kriegsverwüsteten Berlin heiß begehrt. 
  2. Schnell deklarierte der Volksmund die amerikanischen Transportmaschinen zu "Rosinenbombern".
  3. Aller Anfang wird dem US-Luftwaffenpiloten Gail Halvorsen nachgesagt. Er soll als Erster kleine Schokoladentafeln an selbst gebastelten Fallschirmchen vor der Landung über Berlin abgeworfen haben – und ergänzte damit die offiziellen Hilfslieferungen der Luftbrücke um eine sehr populäre Aufmerksamkeit. 
  4. Schnell entwickelte sich die Idee zum Renner unter den Flugzeugbesatzungen und wurde auch von der Presse auf beiden Seiten des Atlantiks gefeiert.
  5. Bis 2010 war es noch möglich, selbst in einem alten, flugtauglichen Rosinenbomber mitzufliegen. Nach einem Unglück allerdings wird die historische Douglas C-47 Skytrain erst nach ausgiebigen Restaurierungsarbeiten wieder für Rundflüge über der Hauptstadt zur Verfügung stehen.

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