Foto: Shutterstock.com

Schlafwandeln - Warum wandeln manche Personen im Schlaf?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:30
Schlafwandeln ist eine Krankheit, die im Gegensatz zu ihrer Bekanntheit nur einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung betrifft.
Etwa zwei bis drei Prozent der Erwachsenen wandeln im Schlaf, bei Kindern kommt es dagegen etwas häufiger vor, verschwindet aber meist bis zur Pubertät wieder. Wie und warum Schlafwandeln genau entsteht, ist bis heute noch nicht vollständig geklärt. Vermutet wird eine Störung des Aufwachmechanismus'.

Wie äußert sich das Schlafwandeln?

  • Im Gegensatz zu bekannten Darstellungen aus Film und Fernsehen, in denen Schlafwandelnde scheinbar völlig geistesabwesend längere Strecken zurücklegen oder eingefahrene Handlungen vollständig ausführen, begrenzen sich die meisten Schlafwandler auf das Bett: Sie richten sich auf und sprechen dabei.
  • Auch wenn Schlafwandler sich in der Regel nach dem Aufwachen nicht mehr an ihre scheinbar "wache" Episode erinnern können, sind sie in der Lage, auf Fragen zu antworten. Gerade wenn man noch nie einen schlafwandelnden Menschen gesehen hat, kann es sehr beunruhigend sein, diese Erfahrung zu machen. Schlafwandler wirken oft apathisch, haben eine beeinträchtigte Reaktionszeit, sind grobmotorisch und/oder reden unverständlich.
  • Oft hört es sich zum Beispiel an, als ob der Schlafwandelnde in einer fremden Sprache spricht. Das kann auf einen eventuellen Zuschauer gruselig oder gar bedrohlich wirken, gefährlich ist es jedoch in den meisten Fällen nicht.

Wie gehe ich mit Schlafwandlern um?

  • Mit einigen wenigen Tipps kann man Schlafwandlern positiv bei ihrer Episode unterstützen oder gar eventuelle Gefahren von ihnen abwenden. Wichtig ist vor allem, sie vor sich selbst zu schützen, da sie in der Regel eine äußerst eingeschränkte Wahrnehmung haben.
  • Schlafwandler, die sich außerhalb des eigenen Bettes nicht bewegen, sollte man bestenfalls überhaupt nicht versuchen zu wecken, da dies bei dem Schlafwandelnden zu einem Erschrecken und zu Impulsreaktionen führen kann
  • Schlafwandelnde, die sich bewegen, sollten vor Hindernissen geschützt werden, da sie diese meist nicht wahrnehmen und somit zu Stürzen und Verletzungen neigen
  • Dabei sollte man den Schlafwandelnden weder allzu ruppig anfassen noch anschreien, meist reicht ein sanftes Zureden oder ein vorsichtiges Hinführen
  • Viele Schlafwandler kehren oft nach wenigen Minuten von selbst wieder in ihr Bett zurück; tun sie das nicht, kann man sie vorsichtig in die richtige Richtung lenken

Kommentare