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Schmerzensgeld in Österreich nach Unfall beantragen? - So geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:13
Wer nach einem Unfall Schmerzensgeld in Österreich beantragen möchte, der muss...

Wer nach einem Unfall Schmerzensgeld in Österreich beantragen möchte, der muss dies im Normalfall gerichtlich über ein Zivilprozessverfahren einklagen.

Situation in Österreich

  • Das Schmerzensgeld ist in § 1325 ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch) geregelt. Anspruch auf Schmerzensgeld besteht dann, wenn entweder körperliche Schmerzen oder auch psychische Beeinträchtigungen oder Schmerzen, die auf Grund der Tatsache, dass sie durch einen Schädiger herbeigeführt wurden, aufgetreten sind.
  • Ebenfalls ist es möglich auf Grund nachhaltigen Einbußen auf Grund der Lebensfreude wie Lebensqualität Schmerzensgeld zu beantragen. Das Schmerzensgeld wird auf Basis einer Bemessungstabelle berechnet, welche in leichte, mittlere und starke Schmerzen eingeteilt wird (100 Euro, 200 Euro, 300 Euro pro Tag).
  • Die Berechnung nimmt in der Regel in Anwalt vor, welcher auch die Forderung bei Gericht geltend macht.
  • Ebenfalls ist es in Österreich möglich als Angehöriger Schmerzensgeld zu fordern. So etwa bei Katastrophen wie Unglücke (Seilbahnunglück Kaprun), wenn der Angehörige ums Leben kommt bzw. wenn auf Grund der Tatsache, dass die Person ums Leben kam, fahrlässige Handlung vorliegt.
  • Das Schmerzensgeld wird in der Regel durch ein Gericht zugesprochen bzw. abgewiesen. Der Schmerzensgeldantrag wird oftmals in der Klagschrift selbst gestellt bzw. muss nach einem strafgerichtlichen Verfahren das Schmerzensgeld am Wege eines Zivilgerichtsprozesses eingeklagt werden.
  • Hilfreich ist die Unterstützung bzw. Vertretung durch einen Anwalt.

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