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Schule damals und heute: So rasant hat sie sich verändert

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Das Schulwesen hat auf der ganzen Welt eine große Entwicklung durchgemacht.
Die Gegebenheiten für Schüler, die während ihrer Schullaufbahn mehr oder weniger auch so einiges durchmachen oder durchgemacht haben, haben sich in relativ kurzer Zeit komplett verändert. Auch der Beruf des Lehrers blieb nicht auf dem gleichen Stand. Wie sich die Schule entwickelt hat, und welche Unterschiede mittlerweile rund um den Pausenhof herrschen, wollen wir hier behandeln.

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Wie alles begann

Kaum zu glauben, doch es gab eine Zeit, in der die Kinder eine Schule in ihrer heutigen Form nicht einmal besuchen konnten. Einfacher Grund: Es gab keine Schule! Damals wurde den Kindern nur von den Eltern das Wichtigste zum Überleben beigebracht. Jungs sollen am Ende einen "Beruf" finden, und die Mädchen den Haushalt verwalten.

 

Wann die erste Schule gegründet wurde, ist bis heute unklar, doch bereits in der griechischen und römischen Antike wurden Kinder und Jugendliche von Gelehrten unterrichtet. Erst ab dem 13. Jahrhundert im Zeitalter der Reformation, der Neuzeit, entwickelten sich Schulen in ihrer bekannten Form. Die ersten Kloster-, Stadt-, Rats- und Kirchspielschulen gab es zu dieser Zeit nachweislich beispielsweise in Dortmund. In diesen Schulen wurden wichtige und grundlegende Fertigkeiten wie das Lesen und das Schreiben gelehrt.

Schule um 1900 vs. Schule von heute

Es gibt zahlreiche Unterschiede, die eine Schule um 1900 von der heutigen unterscheiden. Damals wurde harte Disziplin und Arbeit von den Schülern gefordert. Wurde diese nicht eingehalten, gab es bereits bei kleinsten Fehlverhalten schon harte Strafen (teilweise in Form von körperlicher Gewalt). Doch mittlerweile sieht das Ganze komplett anders aus, denn die Lehrer sind heute mehr Helfer und Partner innerhalb und außerhalb des Unterrichts, und haben auch rein gesetzlich nicht die notwendigen Rechte, um harte und häufige Strafen zu verteilen.

 

 

Während heutzutage in Klassenräumen nur in wenigen Fällen mehr als 20-30 Schüler aufzufinden sind, waren damals die Klassenräume oft mit über 60 Schüler und Schülerinnen besetzt, wobei Klassen im Normalfall auch nicht in Altersgruppen eingeteilt waren. Diese 60 Kinder und Jugendlichen mussten häufig lange Schulwege beschreiten. Das ist heute in den wenigsten Fällen ein Problem, bei über zwei kilometerlangen Schulwegen werden heute bereits Bus und Bahn zur Verfügung gestellt, und vom Staat mit Schülerkonditionen gefördert.

 

Ein weiterer Unterschied ist die Unterrichtsweise. Der Lehrer mit Stab stand frontal den Schülern entgegen, die ihre Arme oftmals verschränken oder die Hände auf die Schulbank legen mussten. Heute hingegen gibt es moderne Unterrichtsweisen, wie Gruppenarbeit oder Wochen- und Tagespläne.

 

Das Equipment eines Schülers und auch Lehrers sah damals ebenfalls grundlegend anders aus. Nur das Nötigste hatten beide Seiten in Besitz, um Lehren und Lernen zu können. Die Schüler der heutigen Zeit haben eine große Auswahl an Linealen, Stiften, Büchern, Heften, Ordnern und ähnlichem im Rucksack, während den Lehrern zum Unterrichten Computer, Smartboards, Beamer und viele andere visuelle Feinheiten geboten werden.

Fazit

Bis vor wenigen Jahrzehnten sah das Schulleben in allen Bereichen anders aus. Es änderte sich viel, und das Schulsystem machte eine rasante, schnelle und auch sehr positive Entwicklung durch. Vor allem die Fortschritte und Entwicklungen in Sachen Disziplin und Strenge sind natürlich sehr zu begrüßen, da diese auf jeden Fall einfach nicht mehr zeitgemäß wären.

 

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